Donnerstag, 6. März 2008

Von Cervelats und Verjähringsfristen....

.... wurde heute in beiden nationalen Räten gesprochen. Während mich die Cervelat-Debatte als Vegetarier echt kalt lässt, bin ich ab den rot-grünen Voten über die Verjährungsfrist von Sexualstraftaten, welche an Kindern verübt werden, schon beinahe etwas erschrocken. Zumindest darob, worüber Tagesschau und 10vor10 berichteten, was ja nur eine ausschnittsweise Beurteilung zulässt. Sicherlich ist es rein rechtlich und juristisch schwierig nach langer Zeit (20, 30 oder mehr Jahren) eine Tat nachzuweisen. Die Chance ist gleich Null, wenn kein Geständnis vorliegt. Doch dann zu argumentieren es sei Opferschutz, wenn keine Anzeige mehr gemacht werden könne, ist doch auch etwas eigenartig. Schliesslich kann das Opfer immer noch gütlich abwägen, ob es sich die Gerichtsverhandlung nach dieser Zeit antun möchte oder nicht. Aber immerhin bestünde ohne Verjährung zumindest die Möglichkeit, dass gerichtet werden könnte, wenn sich das Opfer dies wünscht. Wäre es nicht ein Zeichen der Menschlichkeit?
Die neue Regelung (Gegenvorschlag des Bundesrates) finde ich gut. 15 Jahre ab der Mündigkeit (d.h. bis zum Alter von 33 Jahren) sind für die Opfer bereits viel besser, als die bisherige Regelung, die 15 Jahre Frist vom Tatzeitpunkt vorsah und ist meines Wissens dieselbe wie im EU-Raum.

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