Dienstag, 25. März 2008

schmutzige Kampagne gegen Hillary Clinton

Ich habe mich selbst abschliessend noch nicht für eine der demokratischen US-Kandidaturen entschieden. Du schon? Zudem befürchte ich nach den letzten Umfragen je länger je mehr, dass wir am Schluss wieder dumm aus der Wäsche schauen und McCain die schreckliche Politik Bush's weiterführt: "The war is not over yet!" - Da hat er natürlich teils Recht, denn der Kampf um die zu Grunde gerichtete US-Wirtschaft beginnt jetzt.
Abgesehen davon. Ich bin mir ja (bekanntlicherweise) in Wahlkämpfen bereits viel gewohnt und ich kenne diesbezüglich - wenn es sich nicht um meine eigene Person dreht - ehrlicherweise auch wenig Skrupel, denn am Schluss soll die bessere oder sympathischere Lösung durch das Volk gewählt werden. Dies aufzuzeigen ist einzige Losung eines guten Wahlkampfes, welcher nie durch Ängste oder falsche Rücksichtsnahme beeinflusst werden sollte.
Doch heute fand ich bei ihm eine Art des Wahlkampfs, welche mir viel zu schmutzig ist. Das ist nicht nur schmutzig, das ist pervers. Das Fremdgehen eines Mannes der Frau anzulasten, ist mittelalterlichstes Denken. Da schwingt bei mir das Sympathie-Pendel sofort ein wenig nach Hillary aus.

Kommentare:

chris hat gesagt…

Persönlich bin ich mir nicht sicher ob die Wahl eines/r Kandidaten/in der Demokraten partout die bessere Lösung wäre. Was mir -objektiv gesehen- grössere Sogen macht ist das Sprunghafte Wahlverhalten der Amerikaner. Vor acht Jahren wurde ein Präsident gewählt von welchem man ganz genau wusste dass: 1) dieser erzkonservativer Ansichten hat 2) der ganze Bush-Clan seit je her im Oel-Business mitmischt 3) ein Rassist par excellence ist. Auch konnte man ahnen dass der Sohn die "Werke" seines Vaters weiterführen wird. (siehe Irak)
Und nun wählen die gleichen Leute welchen zweimal(!) obengenannten gewählt haben, eine komplett andere Richtung/Sichtweise....einen Schwarzen, oder gar eine Frau. Ich will das nicht als schlecht abtun, versteht mich nicht falsch. Aber dieses Unbeständige, Sprunghafte macht mir doch ein wenig Sorgen. Unberechenbarkeit ist wohl eine der schlimmsten Eigenschaften in der Politik, und genau das symbolisieren die Amerikaner mit dieser uns bevorstehenden Wahl. Aber auch ich halte mich an das Motto: Jeder ist besser als der jetzige ;)

chris hat gesagt…

HUCH! Da hat’s ja noch Schreibfehler....diese bitte übersehen… :o)

kathrinb hat gesagt…

@ chris
irgendwie ist das für uns in der schweiz vielleicht schwer verständlich, aber in demokratien ohne "grosse koalition" oder konkordanz ist das hin und her, das unbeständige, normal. links folgt auf rechts und rechts folgt auf links, das muss in diesen ländern so sein.
mir würde es angst machen, wenn eine demokratie über jahrzehnte von derselben politischen partei regiert würde

chris hat gesagt…

@kathrinb
Das sehe ich zu grossen Teilen ein, aber die jeweiligen Parteimitglieder wählen in den jetzt auch aktuellen Vorwahlen jeweils die “Köpfe“, da könnte doch eine gewisse Gleichmässigkeit durchaus möglich sein. Aber das amerikanische System begünstigt eine Unbeständigkeit sicherlich mehr als das unsere, da hast Du sicher recht.
Der zweite Teil erstaunt mich jedoch ein wenig. Warum hättest Du denn Angst? Wenn diese demokratisch gewählt währe, ohne irgendwelche "Putinschen Lenkungsmassnahmen" wäre das ja nicht automatisch schlecht. Oder?

kathrinb hat gesagt…

@chris
na ja, vielleicht wäre es nicht automatisch schlecht. die frage ist einfach, ob ein system, dass auf dem prinzip "regierung vs. opposition" aufgebaut ist, wirklich demokratisch sein kann, wenn jahrzehntelang die gleiche seite an der macht ist und immer die gleiche in der opposition.
fragt sich schon, ob das auch ohne putin'sche methoden geht. im normalfall sind die leute ja immer mit dem unzufrieden, was sie haben, und es wäre demnach sehr erstaunlich, wenn bei einer freien und fairen wahl immer die amtierende regierung bestätigt würde.

Ray hat gesagt…

Zum eigentlichen Thema: Darf ich hier die Autobiografie 'Living History' von Hillary Rodham Clinton zur Lektüre empfehlen?

Wer das gelesen hat weiss, dass diese Frau ein gröberes Problem hat. Ich bin Schweizer, nicht Amerikaner, die Wahlen da gehen mich nichts an. Aber mit der Dame da im Präsidium der USA wird die Welt ein paar Probleme mehr haben...

Mark my words and these were my two cents.