Montag, 24. März 2008

Das Gesicht des Friedens

Friedenssoldaten der UN in Libanon (Bild aus dem Beobachter). Sieht der heutige Frieden so aus?
Sehr wahrscheinlich. Und man muss gar sagen, zum Glück sind sie im Libanon. In Burma und auch in Tibet fehlen die Soldaten des Friedens - so abschreckend sei auch dreinblicken, so segensreich scheinen sie für die Stabilität eines Landes zu sein. Eigentlich enttäuschend, dass nach fast 20 Jahren Ende des kalten Krieges nach wie vor das Gleichgewicht der Abschreckung den Weltfrieden garantieren muss. So hat unter anderem Sarkozy das Aufrechterhalten der Atomwaffen Frankreichs begründet: Eine Abschreckung gegenüber dem Iran.

Was hilft dies den Menschen in Burma, Tibet und anderswo? Was können wir tun? Schauen wir keine olympischen Spiele mehr? Kaufen wir keine Spielsachen und Kleider mehr: "Made in China." Ich glaube keine Lösung zu finden, die effektiv den unterdrückten Menschen jener Regime der Welt hilft, welche selbstherrlich auftreten und dabei (sämtliche) Menschenrechte mit Füssen treten. Und so schliesse ich mich an Ostern für einmal gar den Wünschen des Papstes an: "Wir brauchen Frieden auf dieser Welt." Aber fragt mich nicht, wie wir den endlich erreichen können....

Kommentare:

Chris hat gesagt…

Auffällig scheint mir jener Punkt, dass in allen Nationen bei denen solche "Friedenssoldaten" aktiv sind, diese über keine eigenen Streitkräfte verfügen. Oder anders formuliert, der jeweilige Staat die Militärgewalt nicht inne hat oder ausüben kann. Dafür jedoch zich paramilitärische meist fundamentalistische Milizen, Söldner oder sonst einfach gut bewaffnete kriminelle Banden. Und diesen ist mit polizeilichen Mitteln freilich nicht Einhalt zu gebieten.
Das sollte auch in der Beurteilung resp Haltung zur eigenen Armee miteinbezogen werden.

Reto M. hat gesagt…

@ chris
Interessanter Aspekt. Obwohl wir in der Militärpolitik, was die Schweiz anbetrifft, wohl nicht auf denselben Nenner kommen werde, so finde ich deine Argumente sehr interessant. Danke dir.