Sonntag, 3. Februar 2008

UBS & Bonis


Kann mir mal jemand erklären, wie eine Firma 21 Milliarden Franken Abschreibungen machen kann und dann doch 8 Milliarden Franken in Boni ausbezahlt?


Das geht einfach nicht in mein sozialdemokratisches Hirn...

Kommentare:

Ray hat gesagt…

Kann ich schon erklären: Das hat mit dem 'Total Compensation'-Gefüge zu tun, das in der Branche üblich ist. Unter Berücksichtigung internationaler Dimensionen, natürlich.

Zuerst: Den Abschreiber von 21 Mia. mit Boni von 8 Mia. in Verbindung zu bringen, ist ein Denkfehler. ;-)

Das Kriterium für die Beurteilung der Angemessenheit von Bonuszahlungen ist deren Relation zur Lohnsumme und zum Branchengefüge - sicher nicht zum Abschreibungsbedarf.

Aufgrund des Ergebnisses eines Jahres die Boni zu streichen, wäre die dümmste Dummheit, die das UBS-Management bieten könnte. Tut es natürlich nicht, denn es muss den Fortbestand des Unternehmens sicherstellen.

Wenn der Kanton Bern keinen Gewinn macht, könnte man doch allen Lehrern den 13. Monatslohn und/oder die Grati streichen!

Kaum, oder? :-)

Reto M. hat gesagt…

@ Ray: Könnte man schon. Die Lehrenden würden dann einfach behaupten, sie hätten das Defizit nicht verursacht. ;-) Wie bei der uBS wohl auch. By the way. Der Kanton Bern schuldet seinem Personal rund 9% Teuerungsausgleich seit 1991. Begründet wurde dies immer durch die anhaltend schlechten Budgetzahlen. Befriedigt durfte ich nun dafür in diesem Jahr gleich 2% individuellen Anstieg und Teuerungsausgleich entgegennehmen. Erschreckend war eher, dass dies auf mein Lehrerlöhnchen nicht gerade viel her macht.

Danke dir aber für die aufklärenden Worte.

P.s.: Mein Bruder ist dick bei der CS Zürich im Bankengeschäft...

Alex hat gesagt…

Kann mir mal einer erklären, was Sie das angeht? Es sei denn, Sie sind UBS-Aktionär. In diesem Fall können Sie sich ja in die Rednerliste der bevorstehenden ordentlichen GV eintragen lassen. Nehmen Sie ein karriertes Hemd und eine rote Kappe mit.

So unglaublich es klingt: Die UBS ist - auch wenn sie einen nicht unwesentlichen Teil unseres Staatshaushaltes finanziert - keine Staatsbank. Deshalb kann sie tun und lassen, was sie will, solange sie sich an das geltende Recht hält.