Dienstag, 22. Januar 2008

Eröffnungsrede Stadtrat Langenthal 2008

Ich will euch aber auch noch mitteilen, was ich denn sagte, als ich gestern den Stadtrat eröffnete. Zumindest kam ich mal zum ersten politischen Teil.

Der kulturelle Part kommt dann an einer der nächsten Sitzungen. Nach Mannhart wollte ich nichts mehr hinzufügen. Es hätte sein ganzes schönes Bild zerstört, das er im Raum aufgebaut hat.
Da gab es keine kulturellen Weisheiten mehr hinzuzufügen.

"„Als Stadtratspräsident hast du genau zwei Möglichkeiten inhaltlich etwas zu sagen. In der Eröffnungs- und der Schlussrede. Diese zwei Möglichkeiten musst du nutzen.“

Dies sagte mir gestern Nachmittag anlässlich der Fusion des Frauen- und des Stadtturnvereins eine nicht näher genannt werden wollende Person. Er sitzt auch vorne. Trägt einen Schnauz.

Ich denke es ist kein Geheimnis mehr, wofür ich mich einsetzen will. Dies hat das Langenthaler Tagblatt bereits veröffentlicht. Alles über mein Privatleben konntet ihr ergänzend der Berner Zeitung entnehmen. Gross zu einer mächtigen Rede ansetzen will ich deshalb nicht. Denn meine Macht ist ja eigentlich klein.
Was wir hier in Langenthal für eine Politik machen werden, das bestimmen wir hier drin gemeinsam. Die Macht jedes einzelnen mag ebenfalls klein sein. Aber gemeinsam können und sollen wir uns für die Menschen in dieser Stadt einsetzen.

• Wir müssen in Langenthal investieren in Vorhaben, die wir aufgeschoben haben und in die Erneuerung dieser Stadt. In das Stadttheater zum Beispiel, in neue Überbauungen, in klimafreundliche Renovationen.
• Wir müssen Langenthal gestalten. Auf dem Wuhrplatz als Begegnungszone, in der Innenstadt mit einem attraktiven Kern, in den Quartieren wo nötig mit Tempo 30 und in unseren Herzen.
• Wir müssen den Langenthalerinnen und Langenthaler eine sichere Existenzgrundlage bieten. Dazu gehören Firmen mit Arbeitsplätzen, wie auch Schulen und Ausbildungsplätze, aber auch Sozialdienste für Bewohnerinnen und Bewohner, die in Not geraten sind.
• Wir müssen in die Zukunft denken, das Geld und die Ressourcen richtig investieren und Langenthal als die grosse Stadt im Oberaargau attraktiv, als starke und verlässliche Partnerin für die umliegenden Gemeinden, wie auch für den Kanton Bern etablieren.
• Wir müssen Langenthal so gestalten, dass sich die Menschen wohl und sicher fühlen.

Wir... ihr denkt vielleicht ein bisschen viel wir, für das wir ein Stadtrat sind, der aus allen Parteien von links über Mitte bis rechts zusammengesetzt ist. Doch....

Weder von den Hintergründen, noch von der Herkunft, noch vom Portemonnaie sollte abhängig sein, ob sich jemand in Langenthal wohl fühlt. Für alle Menschen, die dieser Stadt und den Mitbewohnern Gutes tun wollen, soll Langenthal eine Heimat sein.

Für die Menschen in dieser Stadt setzen wir uns ein. Nicht alle für dieselben Menschen, nicht alle mit denselben Hintergründen, nicht alle mit derselben Herkunft, nicht alle mit demselben Portemonnaie, doch alle mit dem Bestreben Langenthal zu entwickeln und hier Gutes zu tun. Für die Zukunft der Stadt und unserer Mitmenschen.

Und zu guter Letzt noch, was mir als Stadtratspräsident in diesem Jahr besonders am Herzen liegt.

• Wir müssen die Vereinsleben und unsere Kultur pflegen und als Stadt unterstützen, damit sie weiterhin für unsere Bewohnerinnen und Bewohner Gutes tun können.

Ich will mit euch die Kultur in Langenthal hoch halten.
Die „Cultura“ (lat. Äcker) der Stadt, wie auch die „cultura animi“ (Pflege der Seele) bei den Menschen.

Und um nicht bloss zu „plagieren“, sondern auch zu agieren, trete ich die offizielle Eröffnungsrede des Stadtrates 2008 ab an den Stipendiaten der Lydia Eymann Stiftung in Langenthal, Urs Mannhardt."

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