Sonntag, 30. September 2007

Blocher will Tageszeitung - Maurer droht

Nebst "Sonntag", "Sonntagszeitung" gehörte auch "Sonntagsblick" zur sonntäglichen Lektüre. Immer mal wieder amüsant und auch erhellend.
Die SVP will also, wenn Blocher abgewählt wird:
"ein tägliches Kampfblatt."
"ein Sprachrohr für Blocher."
"eine Zielscheibe für die Classe politique"
So einen Schmarren. Haben die tatsächlich das Gefühl, dass sie mit einer parteiischen Tagesezeitung Erfolg hätten? Sie behaupten alle Journalisten seien links. Reicht ihnen die rechtsserbelnde Weltwoche nicht? 20 Millionen pro Jahr würde so ein Projekt kosten. Nun. Blocher - der Milliardär - der weder wie einer aussieht, noch spricht, könnte sich so was leisten. Schon krass. Die SVP'ler drohen wieder einmal der gesamten Demokratie, dass es kracht. Maurer:
"Wer Blocher abwählt, wird es bitter bereuen."
Werden sie damit wiederum die FdP und einige aus der CVP derart einschüchtern können, dass diese schlussendlich Blocher wiederwählen? Noch mehr gefällig?
SP Präsident Fehr sagt, es würde sich nichts ändern, wäre die SVP in der Opposition.
Maurer:
"Darüber kann ich nur lachen. Die anderen Parteien sind personell und gedanklich gar nicht darauf vorbereitet. Wir würden sie zermürben. Mit allen Mitteln.
Sie drohen wieder mit Angst und Schrecken, um Blocher im Bundesrat zu halten?
Maurer:
"Ich sage nur, was kommen wird. Ich lege die Karten auf den Tisch. Die anderen Parteien müssen sich bewusst sein, dass wir ihnen als Oppositionspartei die Luft abschnüren werden. Wir planen alles sorgfältig, in der Hoffnung, dass wir unsere Pläne nicht brauchen werden."
Wer so was sagt, hat ein echtes Problem. Und wer so eine Partei wählt, der gefährdet die Schweizer Demokratie. Unglaublich. Die SVP, welche sich sonst immer als Gralshüterin der Schweizer Traditionen aufspielt, bricht in diesem Wahlkampf mit sämtlichen politischen Traditionen und überbietet sich in schlechtem Geschmack.

Ich will nicht Couchepins Worte brauchen, aber solche Aussagen sind gefährlich. Sie hören sich nach Diktatur an, nach totalitären Regimen in unterdrückten Volksstaaten - auch wenn sie wohl hoffentlich nicht so gemeint sind.

Besteht die SVP eigentlich nur noch aus Blocher?

Warum schweigt ihr alle?
Ihr weissen Lämmer!

Kürzer bloggen - länger lesen

Sie meint, ich solle kürzer bloggen, damit die Leute länger lesen...
Ist das nicht eigentlich ein Widerspruch?
Nun. Ich füge mich hier.

Politisch rasch befördert

In der neuen Zeitung am Sonntag "Sonntag" der Solothurner Zeitung, des Langenthaler Tagblatts, der Berner Rundschau, der Aargauer Zeitung - chunsch no drus? - kommt immer ein Pro & Contra Gespräch. Ich durfte für einmal contra steuerprivilegierten Bausparabzug Stellung nehmen.
Natürlich ist das toll. Solche überregionalen Auftritte in Medien sind ganz selten für einen Lokalpolitiker. Danke liebe Redaktion. Dem nicht genug. Die Zeitung hat mich gar noch befördert. Aus einem Vizestadtratspräsidenten wurde:


Gut. Das ist ja auch verständlich. Bei all diesen Bezeichnungen, welche es da gibt, kann man durchaus mal so ein Wort verändern. Beim Treffen der bernischen Gemeindeparlamente verpasste mir der Kanton Bern - welcher die Begriffe eigentlich kennen sollte - dieses Namensschild:
Und ich dachte immer, dass solche ungerechtfertigten Beförderungen nur an der Uni oder Hochschulen geschehen. Oder vielleicht ist es auch nur weise Voraussicht? Im Oktober 2008 sind in Langenthal wieder einmal Gemeindewahlen.... ;-)
Falls es euch nun auch wirklich inhaltlich noch interessiert, was ich und mein befürwortender Kreuzenklinger zum fakultativen steuerprivilegierten Bausparen sagten, habe ich euch hier zwei Scans angehängt.

Samstag, 29. September 2007

Politik Groupies?

Ich dachte oder hoffte wohl eher immer, dass ich allerhöchstens mit einem Musikprojekt Bewunderung, Fans oder gar Groupies finden würde. Im Moment zwar überhaupt nicht nötig! Doch nun flammt mir in der Politblogszene grosse Aufmerksamkeit entgegen. Heute bin ich über sie gestolpert, welche eine Diplomarbeit zum Thema Politblogs schreibt. Sie entdeckte mich so.

Oho!

Was für eine Ausbeute der heutigen Suche:

Reto Müller (SP)
Da gibt es viel Text zu analysieren…
Nachtrag:
Und auch zu lachen

:-)

Und im darauffolgenden Kommentar werde ich sogar von Doktorwürden geadelt:

Dr. Andrea Libardi Says:

Ohne mich auf eine Partei versteifen zu wollen - der Blog bietet das, was einen Blog ausmachen sollte. Frisch von der Leber weg schreiben, hohe Authentizität, Bildmaterial, eine gewisse Konstanz des Eintragmodus, flüssiger Schreibstil, etwas Unterhaltung und vor allem: Keine dieser Politseiten, die dem Leser mehr oder weniger originell ihre Statements und Überzegungen auf Biegen und Brechen aufs Auge drücken wollen.

libardi.ch
Hui... das tut doch recht gut. Man ist ja nicht unkritisch und normalerweise kriegt man in einem Blog doch auch recht viel Kritik - denn Lob zurück. Ich dachte mir nicht, dass so ein Blog gut ankommen würde. Ich habe einfach gemacht, was ich gedacht habe und geschrieben, was ich sowieso liebe... Heute hat das Plappermaul dann noch einen angefügt:

Blogvernetzungspolitik

Aha, interessant, was Reto M. Neues zu erzählen hat. Die SP scheint demnach erkannt zu haben, dass eine Direktverlinkung auf die Blogs von Parteimitgliedern nicht schaden kann (auch wenn Reto das kritisch sieht).

Zwar kannte ich diesen SP-Blog schon, in welchem SPler publizieren können. Mir war aber nicht bewusst, dass er auch auf aussenstehende Blogs verlinkt.

Hut ab vor dieser Umsetzung!

(Und nein, ich bin kein Reto M.-Groupie.)

Groupie oder nicht. Egal. Ich bedanke und verneige mich erstmals für die Aufmerksamkeit und das Lob. Jetzt ist er nicht mehr allein. Aber er darf sich dafür dessen Gewiss sein, dass er mein Entdecker und Förderer war/ist. Und bevor mir dies hier zu Kopf steigt, seid euch bewusst: Mein Politblog wirkt nur deshalb gut, weil viele andere zum Brechen schlecht sind.

Chrigufilm - die Zeit, die du hast, kommt nie zurück

Das ist ein völlig apolitischer Post.
Ich habe Chrigel nicht gekannt. Vielleicht ab und zu mal im Chrämi am Tisch meiner Mundis-Freunde getroffen. Und doch beeinflusst dieser Mann meine Gedanken und ist heute Teil meines Empfindens geworden. Sie hat ihn gekannt (ich sag nicht wer, sie würde es nicht mögen - zu privat) und ich konnte ihr damals als Freund in der Trauer nicht helfen - ich war für den Tod nicht bereit.
Obwohl Samstag bin ich heute wieder früh auf den Beinen. Ich habe sie an den Bahnhof gebracht, da auch heute Morgen wieder Verteilaktionen an diversen Orten angesagt sind, auf welche ich aber dankend verzichte.
Ich fuhr dann in meine Schule, um zu schauen, ob das letzte Wahlmaterial gekommen war. Als ich links blickte sah ich plötzlich eine wunderschöne Morgenröte. Und plötzlich war er wieder da. Der Gedanke. Das ist es, was Chrigu meinte. Lebt. Das Leben ist schön - auch wenn ihr mal früh aus den Federn müsst, euch den Hintern abfriert, enttäuscht seid, kämpfen müsst - das alles ist Leben. Macht was Schlaues draus.

Meinen grössten Respekt. An euch alle. Arson, Mundis... Der Film ist fantastisch. Und er machte mir wiederum einmal bewusst, dass ich viel mehr und bewussteren Kontakt mit meinen Freunden haben sollte. Diese Zeit, die du hast, kommt nie wieder zurück.

Geht hin und schaut den Film.




Und Mundartisten. Ich habe euren Soundtrack gestern im ExLibris gekauft. Danke. Echt. Von Herzen. Ich sage trotz meiner sentimentalen Stimmung nicht, dass ich euch liebe... aber ihr dürft meinen Böss immer benutzen! Das Video ist ebenfalls grandios.


Wein saufen und Wasser predigen. Das ist Wahlkampf.

Ein weiteres Beispiel über die Verrücktheit von Wahlkämpfen. Die SP Bern Nord Oberaargau besitzt ein Werbefahrzeug - nein, nicht etwa ein alternativ grüngestrichenes Tandem - sondern ein Piaggio APE 50. Zum Glück ein neues Teil mit Katalysator und nicht ein altes Stinkerli. Aber eben... ich war dagegen, als man so eines anschaffte, aber so ist nun mal die Demokratie. Meine Meinung wurde nicht erhört.

Nun wird dieses Dreirad vor allem von einer Person benutzt, während andere sich völlig dagegen stellen und nur auf öV machen. Damit es nun auch im ganzen Kanton Bern eingesetzt werden kann, muss es hin- und hergekarrt werden. Um diesen Prozess zu beschleunigen, haben wir es gestern in ein weiteres Fahrzeug geladen. Stinkerli im Stinker - sozusagen. Ich habe tatkräftig mitgeholfen. Nun denn. Wein saufen und Wasser predigen. Das ist Wahlkampf.

Donnerstag, 27. September 2007

Kamasutra - Die Kunst der Gleichstellung (JUSO)

Bevor es noch mehr voreilige Kommentare gibt, wir seien ja genau so plakativ wie die SVP, veröffentliche hier exklusive für die Blogosphäre das "Kamasutra - L'art de l'égalité" - unsern neuesten JUSO-Wurf für die Gesellschaft (und nicht nur wahlkampfbezogen).
Die Schweiz hat effektiv - obwohl hoch entwickelt - in der Gleichstellung immer noch Handlungsbedarf. Ich finde die Broschüre wirklich sehr gut gelungen - plakativ ist nämlich nur die Titelseite -, der Inhalt ist höchst politisch, strukturiert und durchdacht - nicht nur weil man beim genauen Hinsehen 2x die schöne Priska findet und auch 2x den Müller....

Grafisch und inhaltich schön gestaltet. Strukturiert und interessant "gluschtig" gemacht. Tja, ich bin natürlich voll des Lobes, aber auch sehr befangen... und gespannt auf eure Meinung.

Mit Klick auf die Bildli kommt ihr nun virtuell zum Lesen auf die 4 Seiten für mehr Gleichstellung.

Also. Mehr Kamasutra. Mehr Freude und Abwechslung im Leben....






Geschmacklose SVP Blog-Kommentare

Auch wenn ich jetzt Gefahr laufe, mit meinem Titel sämtliche angesprochenen Exemplare anzulocken und mir meine schöne Umfrage zu ruinieren, muss ich es trotzdem tun.

Anstelle eines netten Eintrages über unsere neue JUSO Broschüre "Kamasutra der Gleichstellung" brauchte ich heute die Zeit um hier und hier zu kommentieren.
Abstossend! Was die sich erlauben. Für mich unglaublich und unfassbar. Ich bin schockiert, wenn wir zukünftig effektiv auf diesem Niveau Politik betreiben müssen, na dann "Gute Nacht!".

Und jetzt fehlt mir auf Grund einer Nachtessens-Einladung im Chrämi die Zeit.

Aber keine Sorge, Freundinnen und Freunde, der kultivierten Politik. Der Eintrag zum Kamasutra kommt bald. ;-)
Hier ein kleiner Vorgeschmack:


(Es ist nicht das drin, wonach es aussieht.)

Dienstag, 25. September 2007

Kiener-Nellens SP-Sitz ist weg


Priska hat es aufgedeckt.
Auf www.wahlen.ch fehlt Kiener-Nellen unter den bisherigen Berner NationalrätInnen. Ihr Sitz ist abgewandert. Der Kanton Bern hat auf dieser Webseite nur 25 statt 26 Sitze. Das Parlament ist somit auf 199 Sitze geschrumpft. Peinlich.

Da schaut ihr doch besser gleich auf www.wahlen.be. Dann wisst ihr auch wohin der Sitz geht.

SP Blogger Gilde

Ich habe ja jetzt rechts auch einen solch linken Banner der SP Schweiz. Es kam aus dem Kommentar mit Flöschen, als wir überlegten, was man gegen die SVP Kampagne tun könne, um nicht gleich mit dem Schwarzen Block am 6. Oktober in Bern Brücken blockieren zu müssen. So kam das eine mit dem anderen und ihr findet meine Schreibe nun auch hier in der Blogroll.
Zwar war ich einer Veröffentlichung meines Links sehr kritisch gegenüber eingestellt, denn ich blogge erst seit etwa 30 Tagen und unter vorgehaltener Hand gesprochen: Dies ist ja nicht der übliche Politikerblog.... ;-)

Ich per Mail auf die Anfrage:
"Hoi S.
Nun. Aber ihr habt schon gesehen (gelesen), dass ich (obgleich Wahlkampfgigel der JUSO Kanton Bern) manchmal recht kritisch und auch apolitisch blogge? Dafür aber in einer gewissen Regelmässigkeit.
Es wird nicht allen gefallen, was ich schreibe, aber ich scheue auch kein kritisches Publikum."
S. kurz darauf:
"Hallo Reto
(Konstruktive) Kritik wird die Alte Tante schon ertragen. Ich baue Dich gerne ein.
Lieber Gruss
S."
Nun. Ich werde mir natürlich nicht sagen lassen, was auf meinem Blog konstruktiv und was eher destruktiv ist. Aber sonst. Ich kann gut dazu stehen, offizieller SP Blogger zu sein, auch wenn ich mir eventuell ein Grinsen aus befreundeten Blogosphären abhole.

Putzen oder Rasieren?


Mein heutiger Tag:
"Schrill, schrill." 05.15 Uhr. Wecker.
"Guete Morge. E chlini Wahlempfählig!" 07.00 Uhr. Flyern Biel.
Mails beantworten. 10.30 Uhr. Schule.
RotSPecht (Parteizeitung L'thal) schreiben. 11.30 Uhr. Schule.
Essen 12.00 Uhr. Bei Priska.
RotSPecht schreiben. 14.00 Uhr Schule.
" " 15.00 Uhr "
" " 16.00 Uhr "
" " 17.00 Uhr "
Blogeintrag 18.00 Uhr Schule.
Putzen* ?????? zu Hause

Ich freue mich auf heute Abend!

(*weil die lieben kleinen JUSO morgen Abend bei mir eine Sitzung machen wollen.... bin selbst Schuld. In einem Anflug geistiger Höhe (oder Umnachtung?) und voller Motivation habe ich dazu "Ja, sicher. Ich koche auch noch was. 18 Uhr. Kein Problem.", gesagt.)

Dabei komme ich vor lauter Zeugs erledigen nicht mal mehr zum Rasieren ;-) und dies während den Ferien. Iiiiik..... sagen die, welche ich zur Begrüssung auf die Wangen küsse. Mjäch....

Montag, 24. September 2007

Tommy F. (SVP) - in Geographie gepennt

Ich habe viele Cousinen und Cousins. Die allermeisten sind so apolitisch, wie der Durchschnitt der Schweizer Wohnbevölkerung. Stefan Müller-Altermatt aus dem Kanton Solothurn aber ist Kantonsrat (etc. pp) für die CVP. Ja. Richtig gelesen. Politische Orientierung wird somit nicht genetisch weitervererbt. Sein Spider liest sich für mich wie eine kleine Horrorgeschichte - immerhin als Doktor der Biologie ist er für mehr Umweltschutz.... uff... (Gut - ok. Ist etwas übertrieben, es gibt schlimmere Spiders). Aber auch sonst sind wir halt etwas verschieden. Obwohl nur 2 Jahre älter ist er schon stolzer Vater von 3 Kindern (etc. pp - siehe CVP).
Am Wochenende traf ich ihn per Zufall in Langenthal. Nachdem wir uns in amerikanischer Vorwahlgeplänkelart gegenseitig auf die Schippe nahmen, meinte er: "Du solltest deinen Grossräten im Kanton Bern besser sagen, wo die Kantonsgrenzen sind!" Er erzählte mir dann, dass die Strassenrand-Plakate des Berners Thomas Fuchs (SVP) in Oensingen und Balsthal bis weit ins solothurnische Gäu hinaus stünden. Da hat der Tommy F. wohl in Geographie gepennt. Mein Freude, dass dies das schönste Anti-Campaining sei, das sich ein SP'ler wünschen könne, fand auch er witzig.

Lassen wir also den Fuchs noch etwas im Rathaus über die Kantonsgrenzen und Belange des Kantons Bern nachdenken. Vielleicht weiss er in 4 Jahren dann wo die Grenzen sind. Unvorstellbar, wenn er als nationaler Politiker plötzlich für Mülhausen (F) einen Vorstoss lancieren würde. Oder kennt man als rechtsaussen Politiker wenigstens die Landesgrenzen?

Solothurnerinnen und Solothurner, Chnübli:
Selbstverständlich empfehle ich Stefan Müller-Altermatt zur Wahl in den Nationalrat. Gebt ihm die 2 Stimmen und stärkt damit den politischen Flügel unserer Familie. Danke.

Sonntag, 23. September 2007

Ständer im Haus - .ch - wo denn?

Ich wohne in Langenthal. Zugegeben nicht wirklich eine Metropole. Höchstens für kleinkrämerisches Denken. Ich musste nach Zürich reisen, um erstmals ein Exemplar der Umsonst-Zeitung .ch begutachten zu können.
Ich fragte mich, wo sind denn nun die ganzen Ständer geblieben, welche im Vorfeld so grossen Protest auslösten, sie würden ein Sicherheitsrisiko darstellen?
Heute habe ich sie hier gefunden:


Saumässig praktisch scheint's zu sein. Jetzt freue ich mich noch viel mehr den ersten revolutionären Ständern zu begegnen....

ich - das schwarze Schaf


Ich bin manchmal auch ein schwarzes Schaf. Wer war nicht schon anders, als die anderen? Wer wurde in seinem Leben noch nie ausgegrenzt? Wer fühlte sich nicht schon schuldig? Wer schwamm nicht schon gegen den Strom?
Sind es nur die Weisswascher und Holenweger-Geldwäscher-Decker der SVP?
Man muss das doch stoppen. Ich überlege mir, ob man an die Demo gegen die SVP gehen sollte. Obwohl unbewilligt und wohl Schwarzblock geprägt, was für einigermassen arrivierte Politos - ehrlich gesagt - immer ein Problem darstellen könnte, muss man doch gegen diese Verherrlichungs-Ausgrenzungskampagne der SVP etwas unternehmen.
Was ist effektiv?
Wie entlarven wir die Wölfe im weissen Schafspelz?

Samstag, 22. September 2007

Jungpolitiker - Jungpolitikerin...


Gin....
Meine Liebe...
ging gestern früh zu Bett. Weil sie heute um 8 Uhr aufstehen musste.
Also ging ich nach Hause. Dort angekommen. War ich nicht mehr müde. Ich schlenderte Richtung Chrämi. Des Weges traf ich einen sehr guten Freund. Er wollte in die Langenthaler Ausstellung natürlich.regional. Ich ging mit. Obwohl wir zusammen sehr selten über Politik diskutieren, trafen wir gestern überall auf Menschen, welche über Politik sprechen wollten. Mein Fahrradhändler (ja, ich kaufte mir nun endlich ein neues Fahrrad):
"Wann kommt denn endlich das Wahlmaterial?"
Eine 23-jährige Frau in der Traube:
"Sag mir mal: Warum machen junge Menschen Politik? Junge Menschen sollen in den Ausgang, sollen Experimentieren, sollen auch mal einen über den Durst trinken, sollen Erfahrungen sammeln, die sie dann später in das Leben wiedereingeben. Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker sind doch nie dort, wo die Jungen sind. Das ist mir unsympathisch. Immer nur in den Medien den Kopf schön herzeigen. Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker leben und arbeiten politisch wie die alten Politikerinnen und Politiker. Die verpassen einfach einen gaaaaanz grossen und wichtigen Teil des Lebens."
Mein sehr guter Freund nickte eifrig. Klatschte freudvoll in seine Hände. Nun hatte er jemanden gefunden, welcher seine Meinung vollends teilte. Ich hirnte rasch nach, ob es eine Verschwörung sein könnte und verwarf diesen Gedanken rasch wieder.
Ich sagte mal:
"Ja. Teilweise hast du Recht. Mich hat die Politik einfach nie losgelassen. Politik war immer Teil meines Lebens. Aber es ist auch so, dass auf Grund des Lebens, dass ich lebte, ich heute mit 29 Jahren anders urteile - auch politisch - als mit 21 Jahren, als ich begann."
Ob besser oder schlechter ist wohl schwierig zu definieren. Also tranken und sprachen wir weiter. Um 03.00 Uhr schwankten mein sehr guter Freund und ich betrunken nach Hause. Heute schlief ich bis 14 Uhr aus. Als ich meine Nase erhob, roch es nach Wachholderbeere. Ach, du lieber Gin, dachte ich mir. Bin ich jetzt ein besserer Jungpolitiker?
Ahh... ich bin ja gar nicht mehr jung.

Freitag, 21. September 2007

Politik an Bahnhöfen - Verteil Geheimplan

Klamme Finger. Müde Gesichter. Frühmorgens verteilen wir nun wieder unsere Flyer an (fast) allen Bahnhöfen des Kantons Bern.
Wie bringt man (frau) Wahlwerbung am besten an den Mann / die Frau?
Hier mein persönlicher Verteil-Geheimplan.
  1. Verteiler sprechen am besten weibliche Personen an. Dabei - wie die Personen auf den Flyern - immer schön lächeln.
  2. Verteilerinnen sprechen am besten männliche Personen an. Auch hier gehört ein Lächeln und ein nettes: "Hallo...." dazu.
  3. Am Morgen wird ein kleines Schoko-Give-Away am liebsten zur Karte mitgenommen.
  4. In Bern und grösseren Städten hilft am meisten ein freundlich gesprochenes: "Guete Morge!" Die Menschen sind sich dort überhaupt nicht gewöhnt, dass sie so früh schon nett gegrüsst werden. Aus Dank nehmen sie dann oft die Sachen mit.
  5. Es empfiehlt sich zudem ausserhalb der Sichtdistanz von Abfalleimern zu verteilen. Da die Menschen sonst schon eine alternative Aufbewahrung erblicken können. So verschwindet der Flyer gar nie erst in der Jackentasche, wo es noch mindestens 1x in die Finger genommen werden muss und wird auch nicht im Zug liegen gelassen, wo verschiedene neue BetrachterInnen noch einen Blick drauf werfen könnten.
  6. Ich sage oft: "Guete Morge. Eine kleine Wahlempfehlung..." Zu mehr reicht es nicht. Aber eigentlich fahre ich gut damit, dass ich den Leuten sage, dass es eine politische Werbung ist. Nix Orange, Scientology, CableCom, 4Pfoten .... "nur" Politik.
Ich habe mir eigentlich ausbedungen, dass - als ich im Januar "Ja"-sagte zur Leitung des Wahlausschusses der JUSO - ich dann an keine Morgen- oder Verteilaktion kommen muss. Diese sind schlaf-, kraft- und zeitraubend. Ich verstosse aber immer wieder gegen die selbstauferlegte Regel. Ich habe nun sogar meine Ferien (ja, ich bin Lehrer - ja, ich habe 3 Wochen Ferien) in Südfrankreich aufgegeben, um mehr mit zu helfen beim Material verteilen. Auch in der JUSO gibt es scheintote Stellen, die sich weder per Mail noch Telefon melden. Also müssen halt wieder einmal die 10 - 20 Leute ran, die sonst schon etwas machen.

Viel Lob für die Homepages

Der Bugsierer hat sich im Internet politisch umgeschaut. Ich darf bei seinen Urteilen viel Lob für die JUSO einstreichen, wovon ich aber grösstenteils alles weiterleite. Auch Nadine kriegt für ihre persönliche Homepage eine sehr gute Note. Lieber Bugsierer. Mich freut's sehr. Hast dir ein nächstes Bier von mir redlich verdient.

Sein Kommentar zu www.nadinemasshardt.ch:
nadinemasshardt.ch (sp)
die erfolgreiche jungpolitikerin hat sich nicht nur mit lächeln, sondern auch mit der fotoregie und der auswahl der fotolocations viel mühe gegeben. hier posiert sie vor dem oppenheim brunnen in bern, einer der schönsten skulpturen im bernischen öffentlichen raum. die frau hat geschmack. sie lächelt gekonnt, aber in einem eigenen ambiente. eindeutig das beste webangebot auf dieser merkwürdigen surftour.
deutung: wo nadine hin will, wird sie auch hin kommen.
Sein Kommentar zu www.wahlen.be:

beim jungen herrn links hab ich zuerst gedacht es wär eine frau. ist aber ein mann. auch die beiden damen kommen gut rüber, die blonde lächelt vielleicht schon etwas professionell, aber sie ist/war die jüngste grossrätin in bern und darum darf sie das.

deutung
: wir lassen nichts anbrennen und haben den geilsten wahlkampfleiter zwischen palermo und amsterdam.
> disclosure: letzterer ist mein geschätzter
RetoM., dem geilsten neoblogger seit mir selber, kicher ..., daher ist diese deutung hier nicht ganz objektiv, aber das sind die anderen auch nicht.

Donnerstag, 20. September 2007

weniger Politik - mehr Hanf


Gestern Abend bin ich an den Parteitag nach Bern gefahren. Im Zug traf ich einen alten Bekannten - auch aus der Polit-Szene. Wir diskutierten über den Zustand der Lokalpolitik und kamen zum Schluss, dass vielerorts zwingend eine Reanimation von Nöten wäre, da sich die Mehrheit der Dorf- und Stadtsektionen wohl in einer Art Scheintod befänden. Dass für eine effiziente Wiederbelebung aber mehr Ressourcen als vorhanden eingesetzt werden müssten, kamen wir zum Schluss, dass Dorfparteien dem Tode geweiht sind. Worauf er sagte:
"Man sollte eh mehr kiffen und weniger politisieren. Einfach mal ruhige Kugel schieben und dann in 4 Jahren schauen."
Ich lächelte. Ich wusste nicht, ob er es ernst meinte. Grinste. Nickte leicht. Setzte somit alle Standardaccessoires von Politikern ein, wenn sie nicht weiter wissen.

Am Parteitag dann ein Lebenszeichen. Immerhin. 152 Parteimitglieder der SP Kanton Bern anwesend. Ein Parteiprogramm wird kurz vor den Wahlen verabschiedet. In der Presse kann es deshalb gar nicht mehr gross Wellen schlagen. Zudem ist so auch jede Opposition bereits im Keime erstickt, die noch aufkommen könnte, gegen den Inhalt. Wer wird sich schon so kurz vor den Wahlen intern als Stunkmacher beliebt machen. Deshalb habe ich die Endfassung im Wahlstress auch gar noch nicht richtig gelesen. Ich hab's überflogen. Beim 1. Entwurf haben wir noch Eingaben gemacht. Da kamen dann auch 400 zusammen. Also kann man schon von einem breit abgestützten Programm sprechen. Doch was bringt das Programm den scheintoten Dorfsektionen?

Ich unterdrückte meine Gedanken, indem ich meine bescheidene Kreativität einsetzte und für die SP Kanton Bern Bilder des Parteitages insbesondere der Verabschiedungen von Peter Vollmer, Paul Günter und Ruth Gaby Vermot schoss.

Auf dem Nachhauseweg, alleine im Zug sitzend ging mir das Anfangsgespräch noch einmal durch en Kopf. Ich dachte mir: "Ich kiffe nicht. Also politisier ich halt."


Dienstag, 18. September 2007

ich skype, du skypst, er/sie skypt...

Oder wie konjugiert man dies bloss? Keine Ahnung. Ich habe auch nicht nachgeschlagen, denn ich bezweifle, dass es bereits im Duden ist. Obwohl: "bloggen" - ist ja - bekanntlicherweise - schon drin.

Nun. Was man so skypet:

Müller Reto 17:00
hoi. hab gerade ein postkonto eröffnet. jetzt geht's dann einfacher mit überweisen und so.

B: 17:00
ok
17:00
jetzt brauche ich aber noch deine regiofest-abrechnung...

Müller Reto 17:01
und so werde ich über's weekend spätestens dann die abrechnungen machen...

B 17:01
ok
17:01
sehr gut, merci

Müller Reto 17:01
irgendwie hab ich gerade einen hänger im internet.......

B 17:01
... solls geben

Müller Reto 17:01
ich habe ja ab freitag 09.10 uhr 3 wochen ferien hehehe
17:01
aber skype geht noch.

B 17:01
grrr, lehrer

Müller Reto 17:02
ja. haste sicher auch gesehen,wozu ich die ferien einsetze oder?? aufräumen und wahlen.

B 17:02
aufräumen?

Müller Reto 17:02
zu hause. bei mir sieht's aus. schlimm..

B 17:02
hehe

Müller Reto 17:02
und in der schule auch. es gibt jeweils so biigeli, wenn ich soo viel zu tun habe.

B 17:02
... haushalt läuft bei mir auch auf sparflamme...

Müller Reto 17:03
die müssen weg
völlig unnötig.
so ein haushalt.

B 17:03
biigeli *hehe*
total unnötig!!!

Müller Reto 17:03
zum glück wäscht meine mutter. sonst müsste ich nackt rumlaufen.

B 17:03
du glücklicher, verwöhnter,...!!!

Müller Reto 17:03
ich bezahle!

B 17:03
trotzdem!

Müller Reto 17:04
ich würd's sonst in die wäscherei bringen. mit mühe und not habe ich 4 jahre meines lebens mit selber waschen verschwendet.

B 17:04
hehe
wäscherei?
in der schweiz?

Müller Reto 17:04
gibt's nicht? wäre eine marktlücke.

B 17:05
wäre ich noch nie auf die idee gekommen

Müller Reto 17:05
wäscherei für alleinwohnende jungmänner mit relativ gutem verdienst.

B 17:05
wär schon praktisch
auch für alleinwohnende junge frauen mit relativ gutem verdienst!

Müller Reto 17:05
na klar. gleichheit und gleichgeschlechtlichkeit über allem.
;-)

Montag, 17. September 2007

Fox zensiert Sally Fields Rede bei der Emmy-Verleihung

Unglaublich, aber wahr. So viel zur Pressefreiheit und wohl auch allgemeinen Freiheit in den guten USA unter der Bush Regierung. Mehr dazu auf dem Blog von SwissLupe hier:

http://swiss-lupe.blogspot.com/2007/09/video-fox-zensierte-sally-fields-anti.html

Was für ein Sonntag....

Ständig sass das Gefühl in meinem Nacken, dass ich wieder irgendwohin sollte, um noch dieses oder jenes zu erledigen. Es führte dazu, dass ich überall und nirgends war. Mal hier, mal dort. Ständig auf Achse. Rastlos. Am Abend völlig müde und doch mit dem Gefühl absolut nichts gemacht zu haben, da ich nirgendwo fertig geworden war. Frustrierend.
Nachdem ich mich bereits herzinfarktreif geärgert hatte, über eine unscharfe Bildvorlage, deren Drucktermin aber immer näher rückte, das Telefon zur allfälligen Korrektur aber nicht eintraf, womit ich genötigt war 1 Stunde im Photoshop das allerletzte aus einem 72dpi Bild zu holen, um es anschliessend in etwa 300 dpi grossen Qualität zu drucken, ich mich an den Morgentisch mit der Familie setzte, um eine dreiviertel Stunde später die fertigen Drucksachen inklusive Abholung von Priska und Kathrin an die richtige Stelle zu liefern (SonntagmorgenFastFood), deren Briefverpackung kurz mit anzusehen, um dann wieder mit administrativen Büroarbeiten und Rechnungsstellung für die Wahlen in mein Zuhause zu verschwinden fand ich doch 3 Augenblicke kurzen Seelenglücks.
- Ich gab meinem süssen Neffen Tim Gemüsebrei. Er war anschliessend rot-klebrig verschmiert von oben bis unten.
- Ich ging mit Luna (Hund) spazieren. Oder die sture 13-jährige Dame führte mich kurz spazieren. Schön war es trotzdem.
- Ich sah mir zusammen mit Bugsierer die Open-Air-Vorstellung von "Tod in der Lochmatt" an.
Der Film lief gestern auf SF1 und spielt in Langenthal. Mal was ganz anderes sein Städtchen im Fernsehen zu betrachten. Gibt eine neue Optik. Ich hab's genossen.

Und wozu nun das Gejammer? Ich habe heute folgendes Schreiben erhalten:
Liebe Freunde
Heute werde ich ins Inselspital eintreten. Was genau für meine Heilung gemacht werden kann und wie ich nach der Behandlung/Operation überhaupt noch in der Lage sein werde, zu kommunizieren, weiss ich nicht.
Alles ist offen.
.....

Hirntumor. Wozu? Wozu sich über ein unscharfes Bild aufregen? Wozu immer den Terminen nachjagen? Wozu immer das Gefühl haben, man müsse im Wettlauf der Erde um Zeitgewinnung und Gewinnmaximierung mitmachen, wenn doch nur eines zählt.

Die Augenblicke des Seelenglücks.

Sonntag, 16. September 2007

Warten auf Arbeit


Mittlerweile ist es 00:12. Samstagabend. Während einige nach "Wetten dass..." oder ähnlich spannenden Filmen oder andere nach dem Ausgang langsam aber sicher Nestwärme suchen. Sitze vor meinem MacBook, sowie teilweise auf den Fernseher blickend, um auf Arbeit zu warten. Die Wartezeit vertreibe ich mir mit Henning Mankell, der gerade läuft und der Visite der zahlreichen Blogs, welche mich interessieren.

Ich warte darauf, dass mir eine Kandidatin einen Brief mailt, den es heute noch auszudrucken gilt. Einige schätzen den Vorteil eines Farblaserdruckers in meiner Wohnung. Ich meistens auch... meistens....
Mankell fand ich als Buch auch schon spannend. Film ist auch nicht übel. Aber es zerstört schon ein wenig die eigenen Vorstellungen der vorkommenden Personen. Ich stellte mir Mankell stets viel kaputter vor. ;-)

Ou. Mail ist da. Also. Ran an die Arbeit...

Samstag, 15. September 2007

Plakate im Wahlkampf

Was wollen wir in Zukunft? Gradmesser sind zum Beispiel die APG Plakate, welche zur Stunde überall sichtbar sind. Mir gefallen unsere Plakate weitaus besser. Logisch. Leider haben wir nur Geld für wenige Einzelne. Ich möchte auch mal 5 - 10 Millionen Franken haben, wie die SVP, um all meine Ideen verwirklichen zu können. Dafür haben wir versucht etwas Orignelles mit den Mitteln zu machen, die uns zur Verfügung stehen. Ist doch sympathischer.
Plakat in Interlaken:
Plakat in Moutier:Immerhin steigert die SVP mit ihrer 5-10 Millionen Plakatkampagne die Kreativität der Schweizer Bevölkerung:

Freitag, 14. September 2007

JUSO macht auf Muppet-Show

Die JUSO Aargau zeigt, wie man politische Inhalte bevölkerungsgerecht erklären kann.
Ist doch ganz logisch. Oder nicht?

Donnerstag, 13. September 2007

Rats- und Gedankensplitter eines Lokalpolitikers

Gespräch gestern:
"Was hast du eigentlich politisch geleistet?"
-
"Hmmm.... lass mich nachdenken. Also.
Ich war meistens anwesend.
Ich habe mich auf die Sitzungen vorbereitet.
Ich habe Vorstösse eingereicht und meistens verloren, da die Ratsmehrheit bürgerlich ist.
Und ich habe häufig mitdiskutiert.
Kann man mehr erreichen?"
-
"Weiss nicht. Ich fragte mich einfach, wieso du soooo viel Zeit investierst."
-
"Gute Frage. Ein Freund sagte mir mal, als ich ihm diese Frage stellte, da ich nach dem Sinn meines Treibens suchte:
a) du kommst in den Himmel. (wohl der Sozi-Himmel).
b) du bist ein feiner Mensch.
& ich ergänzte noch: du bist auf der Suche. Du willst die Welt verändern.
Mjäch... davon kann ich mir aber auch keine Scheibe Brot kaufen."
-
"Nein, jetzt mal ernsthaft!"
-
"Ach, dachte dies sei ernst. Es ist meine Ideologie nach einer gerechteren, sozialeren, besseren Welt. Aber das klingt so politisch."
-
"Komisch.... *kopfschüttel*"

Um der Person einen Überblick zu geben, was ich schon mal ungefähr alles politisch getan habe, habe ich aus dem Swissdox Zeitungsarchiv alle Kurzvoten, die über mich in der Zeitung erschienen sind, kopiert und per Mail zugestellt. Ich denke, dass gibt den amüsantesten Überblick über meine Art zu politisieren. Eigentlich gäbe es ja noch mehr. Aber da wird's sonst recht langweilig, wenn ich das alles erzähle...

Also hier: Reto Müller Langenthal Short Cuts:
© Berner Rundschau / MLZ; 23.11.2004
„Wenn ich jetzt noch viel mehr rede, bringt das sowieso nichts.“
SP-Stadtrat Reto Müller erstaunlich selbstkritisch.

© Berner Rundschau / MLZ; 15.11.2005
«Wir werden auch nicht einen Schritt für die Pnos rennen.»
Immerhin: Der Vorstoss war in der SP-Fraktion ganze anderthalb Stunden diskutiert worden, gab SP-Stadtrat Reto Müller bekannt.

© Berner Rundschau / MLZ; 24.01.2006
«Einbürgerungen erzeugen immer bei einem gewissen Teil der Bevölkerung ein gewisses Unbehagen.»
Reto Müller (SP) spürt den Ursachen für die Motion Freudiger nach.

© Berner Zeitung; 24.01.2006; Seite 19
«Ich kann es mir nicht verkneifen: Es wird jetzt ziemlich lehrerhaft.»
SP-Stadtrat Reto Müller nimmt Bezug auf die Stadtratsbewertung in der BZ.

© Berner Zeitung; 28.03.2006; Seite 22
«Beide Retos haben ein bisschen Recht.»
Beat Sterchi (SVP) zu den Aussagen von Reto Steiner (EVP) und Reto Müller (SP). Reto Müller (SP) hatte argumentiert, als Volksvertreter müsse man auch Verantwortung übernehmen. Das Volk hat das letzte Wort. Beat Sterchi kündigte trotzdem an, die Vorlage zu bekämpfen.

© Berner Zeitung; 22.08.2006; Seite 19
Einzig Reto Müller (SP) hat während der Diskussion seine Meinung geändert: «Dieses System bietet mehr Flexibilität», gab er Reto Steiner Recht.

© Berner Rundschau / MLZ; 19.09.2006
«Da werden irgendwelche ausgestopften Vögel im Sekundarschulhaus restauriert.»
Beat Sterchi, Stadtrat (SVP), über die geplanten Investitionsprojekte des Gemeinderates.
«Vielleicht gebe es auch hier drinnen den einen oder anderen alten Kauz den man mal wieder abbürsten müsste, lieber Beat Sterchi.»
Reto Müller, Stadtrat (SP), antwortet prompt.

© Berner Rundschau / MLZ; 15.05.2007; Seite 1
«Am letzten Samstag war die Hälfte von euch in der Marktgasse und hat während den Vorträgen zum Stromsparen eifrig mit dem Kopf genickt.»
Reto Müller, Stadtrat (SP)

© Berner Rundschau / MLZ; 26.06.2007; Seite 1
«Mir platzt der oberste Kragen vom Hemd, das ich mit 20 Jahren erhalten habe.»
Reto Müller (SP), der gestern in der Militäruniform erschienen ist zum Thema Tempo 30.

Mittwoch, 12. September 2007

Pasta-Streik


Die Italiener und -innen machen uns wieder mal vor, was eine richtige Demokratie ist. Sie streiken morgen Donnerstag, weil die Pastapreise auf Grund der hohen Weizenpreise um 20 Prozent steigen sollen.
Es lebe die Pasta-Revolution.
Ist doch cool. ;-)

überall am Strassenrand Plakate

Die SVP plakatiert den ganzen Kanton Bern zu. Schäfchen, Blocher stärken "zieren" die APG-Flächen und als wäre dies noch nicht genug, stellen unsere lieben Landwirte auf ihren Flächen massenhaft SVP-Plakate auf. Nichtwissend, dass die SVP mit ihrer Politik schon lange nicht mehr die agrarunterstützende Partei ist, die sie einmal war.
Als besorgter SP-Bürger, sich für das Wohle des Strassenverkehrs einsetzend, könnte man jetzt überall die 3m seitlichen Abstand zur Fahrbahn, welche gemäss Strassenverkehrsgesetz eingehalten werden müssten, überprüfen gehen und dürfte wohl eine Mehrheit der Plakate wieder "ausrupfen". Da man dabei aber auch Gefahr laufen könnte, von einer Mistgabel im Rücken steckend, kläglich an einem Strassenrand entlang der Zürich-Bernstrasse zu Grunde zu gehen, lässt man dies besser bleiben.
Also amüsieren wir uns doch besser darüber, was man hierbei zu Gesicht kriegt.

Dieser "junge" Herr hat wohl keine Textberatung? Wie kann man nur so einen dummen Slogan haben.
Resu Aebi wirbt mit dem Slogan: "Wählen Sie frisch.", für sich.
Was frisch? Frischfleich? Mein lieber Mann du hast Jahrgang 1958. Und was soll das überhaupt? Was willst du mir sagen? Was ist frisch für ein politischer Inhalt?






Bei Margaretha Leuenberger lach ich mich wirklich fast kaputt. Dieses Bild ist tatsächlich ihr Wahlfoto. Meine Güte. Liebe Frau Bäuerin. Solche Bilder mit dem Spieltelefon haben wir im Kindergarten und in der 1. Klasse gemacht, als der Schulfotograf kam. Schlichtweg erschreckend dämlich, wie das aussieht. Wollen wir so was im Nationalrat haben? Nein, danke.








Zu guter Letzt noch Bluthochdruck-Kandidat Peter Brand. Auf den Plakaten ist sein Kopf so rot, dass man ihn sofort in Therapie senden möchte. Oder hat er sich gar vor dem Fotoshooting verbrand eh... verbrannt?

rot, grün, blau? - eine Frage des Darunters.

Heute ziehe ich die roten an. Da fühle ich mich besser.
Warum? Keine Ahnung.
Habt ihr auch solche komischen Angewohnheiten?

Aber wer trägt denn so was?


So doof!

Dienstag, 11. September 2007

JUSO gegen SVP im 20 Minuten

Geschafft. Wieder mal im 20 Minuten. Juhuu... heute vor 1 h haben sie's online draufgetan und morgen wird's im Teil Kanton Bern abgedruckt erscheinen. Erleichterung bei mir. Freude bei den Kandis. Ich find's gelungen.

Juso-Detektive auf der Suche nach der Wahrheit

Erfolglos suchten gestern als Detektive verkleidete Juso-Mitglieder nach einem Körnchen Wahrheit auf den SVP-Schäfchenplakaten.

(Bild) Priska Grütter und Nadine Masshardt von den JUSO: "Den schlechten Politstil entlarven."
Vor dem Berner Rathaus nahmen sie das Wahlkampfsujet unter die Lupe und verkündeten: «Das schwarze Schaf ist unschuldig, die SVP lügt!» Juso-Nationalratskandidatin Nadine Masshardt erklärt: «Wir hätten zwar genug eigene Wahlkampfthemen, aber wir kommen nicht umhin, den schlechten Stil der SVP zu entlarven.»
Es war eine kleine Aktion. Es ist ein kleiner Bericht. Aber ich finde ihn wirkungsvoll und korrekt und er ist wirklich Balsam für meine Empfindung, wie man Wahlkampf führen sollte.

Und jetzt noch ein Stück Persönliches und ein Stück Wahrheit, das sonst im Verborgenen bleiben würde. Also zum Hauptgrund, warum du meinen Blog liest.

Ja! Ich hielt den Flyer. Die haben mich weggeschnitten!


Nun. Ich kandidiere ja auch nicht. Daher ist das sogar sehr gut so. Ich habe schon fast darum gefleht, dass er nicht das erste mit mir geschossene Bild nimmt. Das wäre peinlich geworden. Ich hätte, wenn ich abgebildet gewesen wäre, Kollegen gehabt, welche auf Grund dessen, dass sie das wissen, was eben sonst auch noch stimmt, mich damit 2 Wochen lang gefeiert hätten.

Nun. Sie werden es wohl auch so tun.
Na und? Ich bin stolz auf alle jungen Frauen (und Männer), welche etwas erreichen wollen.

Dass da zwei meiner ganz grossen Zukunftshoffnungen auf einem Bild vereint sind, ist doch reiner Zufall.

JUSO gegen SVP-Schafe


Was einem JUSO-Wahlleiter und seinen Hintermännern & -frauen durch den Kopf geht, wenn er zu viele tote Schafe gesehen hat. (The Heart of Darkness?) Morgen im 20 Minuten Ausgabe Bern.
Als Vegetarier musste ich natürlich handeln! So was Verlogenes darf's doch nicht geben. Wer gerne mitmachen möchte und seine Hinweise angeben will, tut dies am besten auf www.wahlen.be.

Sucht den Mörder oder erklärt mir bitte, warum die SVP lügt.
Danke. Dann kann ich mich dann auch wieder dem seriösen Wahlkampf widmen.

Reto M. - redesigned

Wie gefällt das neue Design des Blogs?

Montag, 10. September 2007

Vortrefflich gesprochen - Anti-SVP, Blocher, etc.

Gefunden auf den Short-Cuts von Bugsierer:

Ist ja wirklich koestlich, wie ein einziger Schnuurisiech, der aussieht wie ein armer Streber mit Derrickbrille und spricht wie ein Gemeindearbeiter auf Kokain, die ganze Schweiz - rechts wie links - seit Jahren zum Narren haelt. Ein Milliardaer als Mann vom Volk. Ein Schlossbesitzer als Bauer. Ein Demagoge als Bundesrat. Und demnaechst: Eine Schiessbudenfigur als Bundespraesident. In ein Paar Jahren vielleicht ein Militaerputsch als Demokratisierung? Koestlich. Duerrenmatt ist viel zu frueh gestorben. Wie gerne haette er das erlebt!"
Von Oliver Reichenstein auf Facts 2.0

Mehr dazu auf:
http://8.12.36.59/articles/10388

Politiker ohne Inhalt

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....
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...............
doch hier kommt noch Inhalt von mir:
Bekanntlicherweise war ich ja gestern am SlowUp. 38km mit den Skates, dann im Adrenalin und Endorphin geschwängerten Rauschzustand noch 15km bis nach Hause. Ich war kaputt. Ja. er hatte 8 Kilo abgenommen. Und er war schnell... Chapeau. Vater.

Ich fühlte mich wie eine rollende Polit-Auskunftsstelle. Wohl nicht ganz unverschuldet, weil ich Karten und Täfeli von meinen JUSOs verteilte. "Was hältst du denn von Blocher?", war die meistgefragte Antwortserwartung.
Ich begründete und erklärte, es seien ja nicht bloss die Komplottvorwürfe da, sondern auch viele andere Einmischung und Kompetenzüberschreitungen gemäss dem 102-seitigen GPK-Bericht. Die Gewaltentrennung wurde scheinbar von Blocher mehrmals ignoriert oder zumindest höchst fragwürdig strapaziert. Auf mein Rückfragen, was die Fragenden von Besagtem hielten, kam dann meist eine sehr kurze Antwort. Entweder:
"Das ist halt ein Manager. Der macht noch was für die Schweiz."
oder:
"Blocher soll zurücktreten. Blocher ist untragbar."

Weshalb haben wir Politiker immer einen Reflex etwas ellenlang zu erklären. Die Leute haben dann eh das Gefühl, dass auf Grund des Vielen doch kein Inhalt vorhanden war.
Die Leute wollten einfach wissen, dass ich Blocher im Bundesrat für unnötig und deplatziert halte, dass er sich nie in die Konkordanz einfügen wird und ich ihn, wenn ich als Parlamentarier könnte, niemals mehr wiederwählen würde am 10. Dezember. Oder noch kürzer:
"Blocher ist ein Blocker. Er gehört nicht in den Bundesrat." Egal, wie viel an der Geschichte um "VR" dran ist.

Samstag, 8. September 2007

Ausdeutschen - Eindeutschen - Mitdeutschen

Was würdest du darunter verstehen?
"Deine Augenringe kumulieren sich und gehen langsam aber sicher in gegenseitigen Wettbewerb über."
Ich habe das jemandem im Mail geschrieben. Zurück kam folgende Antwort:
"Bitte deutsche die Anspielung mit dem Wettbewerb noch aus. Ich kann deinen Worten nicht folgen."
Ist es so schwierig?

Politiker Blogs zum Schieflachen.

Ihr merkt es. Ja. Ich habe heute etwas Zeit. Vieles ist im Moment getan und aufgegleist. Ich darf getrost im WWW umher surfen.
Viele meiner Besucherinnen und Besucher haben meinen Blog als relativ erfrischende Alternative zu anderen Politiker-Blogs empfunden. Ich war ob des Lobes sehr erstaunt und natürlich schmeichelte es mir auch. Ich mag es - das Bloggen. Ich habe einen Mitteilungsdrang. Ich will der Welt etwas sagen. Ob es jemand liest oder nicht? Spielt das eine Rolle? Wie dem auch sei und bevor ich ins Quasseln komme. Ich dachte mir eh: "Das ist doch nur zu Beginn so. Die werden ihr Interesse verlieren, wie kleine Kinder an Spielzeugen - spätestens nach 14 Tagen." Das wäre dann übermorgen Montag.
Aber ich ahnte ja nicht, dass Politiker-Blogs soooo schlecht sind. Meiner ist gar nicht so gut. Die anderen Blogs sind einfach grottenschlecht. Meine Güte. Ich habe jetzt 20 Blogs angeschaut. Aus (fast) allen Parteien. Langweilig, schlecht, langweilig, schlecht, langweilig, nur alle 5 Tage ein Eintrag (oder noch spärlicher). Und ich habe die SVP Seiten zu meinem eigenen Wohle extra ausgelassen. Demgegenüber sind meine bloggenden JUSO Kandis Rahel & Adrian sehr gut.
Den Vogel der Peinlichkeit abgeschossen hat Reto Gamma. Ja. Halt wieder ein Sozi.
Auf seiner Homepage erklärt er:

Tipps zum Blogen
Blogen ist eine neuartige Form des elektronischen
Gedankenaustauschs zwischen Menschen - in meinem Fall: zwischen mir als
Kandidat
für den Nationalrat und Ihnen als mögliche Wählerin, als möglicher
Wähler.
In meinem Polit-Blog äussere ich mich regelmässig zu aktuellen
Themen aus
meiner Sicht. Ich freue mich, wenn Sie mit Kommentaren auf meine
Meinungen
reagieren. Ich werde zu Ihren Kommentaren im Blog jeweils Stellung
nehmen. So
kommt ein Austausch zwischen Ihnen und mir zustande - eine
interaktive Form des
Wahlkampfes.
Wenn Sie dem aktuell berühmtesten
Bloger der Schweiz in die
Tastatur schauen wollen, klicken Sie hier: Bundesrat Moritz
Leuenberger

Blog, blogen, Bloger? Nun. Es stünde im Duden. Wollen wir ihm mal zu Gute halten, dass es ein relativ neues Medium ist und er selbst ein halber Italiener.

Nun wissen wir endlich, was ein richtiger Blog ist. Danke, Reto Gamma.
(ehemals Generalsekretär der SP Schweiz, was ich wohl besser nicht gesagt hätte....)

Verbissene Politiker?

Gestern Abend war ich an einem Wahlfest von Markus Meyer. Grossrat, Gemeinderat, etc. aus Roggwil. Auf jeden Fall ist er Spitzenkandidat der SP Kanton Bern und hat gute Chancen gewählt zu werden. Wahlfeste sind eine schöne Sitte, um den Helfenden zu danken und sie für die letzten Tage einzuschwören. In einem Ami-Walhkampf würde man sagen: "Warm them up!" Ich war da, weil Priska eingeladen war. Auch nicht lange, da ich nachher noch zu Studioaufnahmen musste - ein kleines musikalisches Projekt - keine Ahnung wo es hinführt und endet?

Da klingelte mein Handy. Eine meiner Kandis war dran.

"Wo bist du?"
-
"An einem Wahlfest bei Markus Meyer."
-
"Was machst du dort?"
-
"Essen und schauen, dass er gewählt wird. (*nicht ernsthaft*) Wenn du und er gewählt werden, dann rutsche ich in den Grossen Rat nach." (Erkl.: Chance ist gering - aber vorhanden.)
-
"Du bist langsam ziemlich verbissen darin Grossrat zu werden!"

Bin ich verbissen? Nur weil ich, als einer der wenigen Politisierenden, sage, dass ich gerne Grossrat werden will? Irgendwann. Ich würde jedenfalls kein Geld und keine Zeit investieren in einen Wahlkampf, wenn ich nicht gewinnen wollte. Ich will zum Beispiel im Engagement, dass ich zur Zeit wieder einmal kostenlos (dazu später mehr) erbringe, dass die JUSO weiterhin eine/n Nationalrät/in stellt. Zumindest da hilft die Telefonatin auch voll mit. Verbissen? Könnte man eventuell als Adjektiv für "voll" ersetzen. Ich denke, man nennt diesen Abschnitt gegenseitige Vorwürfe erteilen. Oder haben wir uns gegenseitig ertappt?

Bin ich verbissen? Morgen geht's ab an den slowUp Emmental. Mit den Inline-Skates. Ich war schon im letzten Jahr dort. Mit meinem Vater. 1m64 gross und auch fast so breit. Am Ende musste ich ihn schieben. Scheinbar hat dies so sehr an seinem Ego gekratzt, dass er sich neue Skates (mit grossen Rädern = schnell) gekauft, abgenommen und trainiert hat.
Was habe ich heute getan?
GROOOOOSSEEEE RÄDER!
Neue Lager. Harte Gummis. Verbissen?

Er wird halt wohl doch etwas Leiden müssen, mein alter Herr. Ich kann ganz schön fies sein. ;-) Aber verbissen bin ich nicht. Ich nehme die Politik ja erfahrungsgemäss ernst, aber auch mit der nötigen Lockerheit und Humor, die sie häufig vermissen lässt.

Also. Beissen wir die Zähne zusammen.
Ich teste jetzt meine Skates aus.
Ich bin doch nicht verbissen...

Der Unterschied zwischen Essen und Ernähren.

Kennst du ihn? Den Unterschied?
Essen.
Zeit haben, geniessen, den Gaumen verwöhnen.

Ernähren.
Zufuhr von Nahrungsmitteln des Überlebens wegen.

Exemplarisches Beispiel ist das Coop Tell Restaurant in Langenthal. Man kann sich knapp ernähren. Ich hab's eben gerade wieder versucht. Getestet und für schlecht befunden.

Frühmorgens Sozialist zu sein ist schwierig.

Samstagmorgen. Irgendwer, irgendwoher, irgendwie hatte das Gefühl. Kommt lasst uns die diesjährige SP-Fraktions-Klausursitzung an einem Samstagmorgen machen. 08.30 Uhr im Bären zu Langenthal.

Es tut mir ja leid. Ich bin noch relativ jung!!!
Ich habe keine Kinder, welche mich frühmorgens aus dem Bett nerven und ich froh sein kann an eine Sitzung zu kommen.
Ich bin nicht im Politdurchschnittsalter wo einem die Senilität aus dem Bett treibt.
Ich habe auch keine mid-life-Krise, welche mich nicht Ausschlafen lässt.

Aber ich habe Kollegen, welche am Freitagabend mit mir ein Bier trinken wollen. Ich habe immer am Freitagabend Studioaufnahmen für eine neue CD.

Mjäch... es ist für mich unglaublich schwierig in solchen Momenten zu sagen: "Ich mag die Politik. Ich setze mich für die Ziele der sozialdemokratischen Politik ein. Ich bin sozial." Am liebsten wäre ich nun voll egoistisch und würde mich noch einmal in mein Bett fläzen.

Nun denn. Rasieren wir mal...
und gehen in den Bären.

Freitag, 7. September 2007

Arbeiterbewegung

Nur noch wenige wirkliche Arbeitstierchen gibt es da.
Wo steckt sie aber heute, die Arbeiterbewegung?
Sehr viel Arbeit wird von sehr wenigen Personen gemacht.

Im Photocase fand ich nun unter dem Titel Arbeiterbewegung diese treffenden Bildchen.
Ameisen. Auch die rennen zwar alle für sich selber auf ihren Wegen - nicht gerade sympathisch in Kolonnen - aber ebenso stark tragen sie sozial in ihrem Bau zur Gemeinschaft bei. Wenn ein Tierchen zertreten wird, lebt die Gemeinschaft problemlos weiter. Das ist die wahre Arbeiterbewegung. Wäre die menschliche wohl auch so stark?