Montag, 24. Dezember 2007

Was für Aussichten!

Heute fröhnte ich den ganzen Tag dem ökologischen Blödsinn des Skifahrens. 64 Franken die Tageskarte...
aber wisst ihr was....?
es war absolut der Hammer. Superwetter. Keine Leute. Genialer Schnee. Extrem breite Pisten.
Wahnsinn. Also Morgen nochmals...

Wer am genauesten errät, wo die Bilder entstanden, dem sende ich eine Postkarte. ;-)

Sonntag, 23. Dezember 2007

Was ist Weihnachten...


...überlegte ich mir heute den ganzen Tag. Luxus im hektischen Alltag sich darüber Gedanken machen zu können. Doch es war äusserst wertvoll für mich und Ferien sei Dank auch möglich.

Nun hätte ich im Kopf eine ganze Liste Menschen, denen ich gerne einen Brief schreiben möchte. Doch Morgen geht's erst mal auf die Piste und ob die Liste dann nicht bereits wieder weggeskiit und verlorengesnöbt ist, weiss ich echt nicht recht. Ich weiss wie's läuft, wenn es im Leben so richtig läuft. Einiges geht verloren und vergessen.

Was ich mir zu Weihnachten schänke, wären mehr der stillen Momente, wie das Bild zeigt. Dafür werde ich 2008 sorgen... ausser es läuft wieder extrem, wie es manchmal läuft im Leben und das Jahr schneller rum macht, ehe man sich über Dinge wie diese Gedanken macht...

gute Nacht.

Weihnachtsessen JPO


Das Jugendparlament Oberaargau lud zum Weihnachtsessen. Hmmm... fein war's.
Dank an die Organisatorin.

Samstag, 22. Dezember 2007

Das Leben ist ein Rennen...

Gestern das Abschlussrennen in der Schule... wie immer vor den Ferien.
Dann das Rennen in den Geschäften um die letzten Geschenke. Der Wettbewerb im Koffer packen. Und heute dann noch das Bergrennen gegen zahlreiche SUV's aus dem Flachland.

Unglaublich die Zunahme dieser Vehikel. Nissan, Porsche, VW, Toyota, Mitsubishi und gar Peugeots tonnenschwere SUV-Wagen überholten im Akkord und spurteten benzinvernichtend in die Ferne.
Sport Utility Vehicle heisst der Spass auf Rädern. Ich wäre eher für Sinnloses Umweltvernichtendes Verhalten flachländischer Idioten, die nie ein solches Auto bräuchten...
Ganz zu schweigen von den grössenwahnsinnigen Mitmenschen, welche in der Stadt Offroader fahren oder gar solche Teile hier. Direkt aus dem Irak-Krieg auf unsere Strassen.

Im Ferienort mit dem Golf tuckenderweise angekommen, findet man dann nebst Besagtem endlich auch die Subaru WRCs und Mitsubishi Rallyes, welche einem das Gefühl geben, endlich in den heimeligen Berg-Ferien angelangt zu sein.

By the way. Der Porsche ist wieder beim Besitzer. Und. Ja. Ich hätte eigentlich mit dem Zug in die Ferien können/sollen/müssen...

Freitag, 21. Dezember 2007

Wisst ihr was?

Meine Lieben.
Ich habe Ferien!

2 Wochen. Abartig schön.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Erste Vorstösse im Langenthaler Stadtrat für 08

...entnahm ich heute freudigst der Pressemeldung der BZ. Woran darf sich mein Gehör an den ersten Stadtratssitzungen ergötzen?

Ein Postulat: "Saubere Stadt" von Frau M. aus der SVP.
Was das wohl bedeuten mag? Man mag spekulieren und ist dann doch gewiss... Berner SVP. Somit ist es sicher nicht zu extrem. Es geht um Abfall. "Herumliegende Abfälle sind störend und führen zu einem erhöhten Unsicherheitsgefühl.", steht da.
"Ihhhhhhh.... lueg emau dert übere, dä bös McDo-Bächer!" - "Mamiiiii, i ha Angscht!!"
Nun soll der Gemeinderat also überprüfen, ob die "Massnahmen zur Eindämmung des gedankenlosen Wegwerfens von Abfällen" reichen. Denn: "Abfall zieht Abfall an."
Dies physikalisch erklären zu wollen, wäre wohl schwierig und würde schlussendlich zu Antimaterie führen. Aber soziologisch stimmt das wohl schon und deswegen ist es wieder mal ein Postulat, wo man ja nichts dagegen haben kann, aber wird sich am Zustand etwas ändern?
Vielleicht wäre es ja effektiver, wenn man jedem Stadtrat einen Besen mitgeben würde... oder man stellt einen zusätzliche Arbeitskraft im städtischen Werkhof an. Aber wisst ihr, wer wegen den Kosten dagegen wäre? Die SVP.

Eine Motion: "Sicherheit" von Herrn B. aus der FdP.
Der Mann macht sich Sorgen wegen der Überführung der Stadtpolizei in Police Bern. Die Sicherheit während dieser Phase solle gewährleistet bleiben. Da müsse ein Vertrag her. Zudem: Man solle aufzeigen, was es kosten würde wenn man "die Überwachung des öffentlichen Raumes" und die "konsequente Ahndung der Missachtung des Betäubungsmittelgesetzes" rigoros vornehmen würde. Kiffer zieht die Köpfe ein.

Nun... es gibt einen etwa 15-seitigen Katalog von Seiten der Stadtpolizei in welchem alle Leistungen und Kosten aufgeführt sind. Zudem wird der Übergang zur Kantonspolizei sicher klappen. Schliesslich wissen alle, wo der kantonale Polizeidirektor & Regierungsrat HJK in Langenthal wohnt....
Ausserdem gab's vor 2 Jahren eine Interpellation zur Sache. 13 Fragen von einem gewissen Herrn Reto Müller.... aber da ich ja altruistisch veranlagt bin, bin ich auf die Antworten des Gemeinderates gespannt.

Frau G. aus meiner eigenen Fraktion gab zudem eine Motion für eine "Revitalisierung der Langeten" ein. Das klingt für mich eher wie ein neues Wellness-Angebot. Ich stelle mir die Umsetzung recht schwierig vor. Unser Fluss ist dermassen kanalisiert und vor und nach Langenthal eigentlich recht vital. Aber da gibt's bestimmt noch viel zu verbessern. Denke ich. Deshalb. Tun wir's.... wohl trotzdem nicht, da die SP/Grünen massiv unterbelegt sind im Stadtrat.

Dann ist da auch noch der PNOS-Uniformen-Vorstoss hängig.

Ihr mögt nun bestimmt meine Faszination für die Lokalpolitik verstehen.

Ich frage mich bloss zwei Dinge:
a) Sind diese Eingaben bereits (Profilierungs-)Anzeichen der Stadtwahlen von nächstem Herbst?
b) Wann werde ich "gebeten werden", mich nicht mehr über eingereichte Vorstösse in meinem Blog auszulassen?

Mittwoch, 19. Dezember 2007

wie weiter... NOZ

Heute. Briefkasten auf. Gratiszeitung raus. Auch dort Frontseite. Sowie ein ausführlicher Bericht auf Seite 3. „Erstaunlich.“, dachte ich mir. Danke NOZ.
Auf der anderen Seite.
Da engagiert man sich seit 7 Jahren in der Politik. Kämpft für Projekte. Verliert oder gewinnt. Organisiert zusammen mit einem sechzehnköpfigen Team eine Einrad-Weltmeisterschaft mit über 1000 Menschen aus 26 Nationen, welche als Touristen nach Langenthal im Jahre 2006 kamen. Arbeitet auch für andere Events im dörflichen Städtchen, doch...

noch nie schien die Medienpräsenz an der Person Reto Müller grösser zu sein, als jetzt.

Jetzt, wo zwar der Posten glänzt, doch dahinter nicht viel steckt. Denn nüchtern betrachtet ist man als Stadtratspräsident einfach der Sitzungsleiter der Legislative und wird noch an zwei bis drei Apéro und Anlässe zusätzlich eingeladen. Inhaltlich politisch ist man zur Untätigkeit verdammt oder wie ein Kollege im Stadtrat sagte: „Politisch kastriert.“ Keine Äusserungen zur Sache mehr vor dem Stadtrat, keine Vorstösse mehr während eines Jahres....

Aber die Menschen, welchen ich begegnete, waren stolz. Hatten Freude mit mir, dass ich nun der Jüngste aller Zeiten bin, welcher dieses Amt ab 1.1.08 bekleiden wird. Meine Relativierungsversuche verhallten im Ungehörten und wurden gar ins Unermessliche gesteigert:
„Du wirst mal Stadtpräsident.“
„Im Herbst bist du Gemeinderat.“
„Du bist bald Grossrat.“
Und ich schluckte leer und relativierte ohne zu verneinen, wie ein typischer Politiker, was mir Unbehagen bereitete und mich ins Grübeln versetzte: „Reto... was willst du eigentlich?“

Ich hatte mal gesagt: „Ich will irgendwann mal Gemeinderat werden und Langenthal mitprägen und irgendwann werde ich versuchen als Höhepunkt das Amt eines Grossrats zu bekleiden.“ Dies so zusammenfassend hier zu sagen, klingt zwar unglaublich karrieristisch, denn ich habe keine konkrete Planung über das wann und wie. Normalerweise startet man mit 45 Jahren in die Politik. Ich biss mich bereits mit 22 Jahren durch. Musste mich beweisen, um Anerkennung und Glaubwürdigkeit ringen. Und das nur, weil ich jünger war...

Wie mit diesen Plänen über Politziele spielte ich auch mit Gedanken aufzuhören. Die Politik der Kultur zu opfern und mich dort zu verwirklichen. Mehr Zeit für das „wirkliche“ Leben zu haben.

Und doch lässt sie mich nicht los. Die Politik. Sie ist ein Teil meines Lebens.
Aber nie das ganze Leben.

Stadtratspräsi - LT/BR Artikel

Ich glaub, ich werde eitel. Denn heute hatte ich schon wieder das Gefühl, dass die Bilder von mir in der Presse schlecht seien. Aber wie dem auch sei.... es zählt ja der Inhalt. Auch politisch. Oder?

Dienstag, 18. Dezember 2007

Chnüblis Glanz

Heute strahlte ihr Glanz auf meinen Blog und bescherte mir unzählbar viele Lesende.

Sie rief mir auch in Erinnerung, dass dieser Blog eigentlich ein Produkt des Sommerkinos ist.
Er brachte mich beim Sommerkino in Kontakt mit Blogs. Ich wusste vorher - ehrlicherweise gar nicht - was dieses Bloggen eigentlich ist und soll. Er ist und war mein grosser Blogging-Mentor.
Er schoss als offizieller Sommerkinohoffotograf während des Sommerkinos das Bild, das man oben links erkennt.
Er gestaltete nebst den Sommerkinosachen auch das Layout dieses Blogs.

Rita & Masi sind fleissige Lesende und Sommerkino-King&Queen.

Und auch Chnübli sah ich während des Sommerkinos erstmals, gab mir während der Anfangsphase Blogging-Tipps und hilft mit ihrem Blog über viele langweilige Internetmomente.

Nicht zu vergessen in dieser Aufzählung ist natürlich auch sie. Danke dir für alles. Aber bevor's zu gefühlsdusselig wird, endet dieser Post mit dem Hinweis an ihn. Lass uns vor Weihnachten noch Edelzwickern gehen.

Stadtratspräsi - BZ Artikel

Aus welchem Archiv stammen wohl diese Bilder, welche die BZ heute von mir veröffentlichte? Muss wohl Einrad-WM 2006 sein. Schlimme Brille, schlimme Frisur...
Nun denn. Am meisten Freude hab' ich eh am O-Ton:
“Ich war nervös und habe gezittert, ob ihr nicht doch einen Schlumpf findet für dieses Amt.”

Stadtratspräsidium Langenthal

Nun... ich wurde einstimmig gewählt.
Also. So sei es halt. ;-)

http://www.radio32.ch/play.cfm?id=975594

(ab 04:40 Min)

Schon ein eigenartiges Gefühl. Aber ich werde mich bestimmt daran gewöhnen.

Montag, 17. Dezember 2007

Sonntag, 16. Dezember 2007

Uniforme Gedanken zu einer Schuluniform in Langenthal

Das Langenthaler PNOS-Parteiexponat Tobias Hirschi fordert in seiner neuesten Motion eine Schuluniform für Langenthaler Schülerinnen und Schüler.

Ich gebe zu, als der Basler Versuch erste Erfolge zeigte, war ich nicht derjenige, welcher an der Unmachbarkeit eines solchen Projektes zweifelte. Doch wie die Motivation im Projektversuch , welche schliesslich zum Abbruch des Versuchs führte, bröckelte auch mein Glauben, dass Verhaltensmuster von Äusserlichkeiten abhängen würden und dadurch reguliert werden könnten.

Ausgehend davon, dass wir die Kinder und Jugendlichen in Langenthal also mit einer Uniform ausstaffieren würden (sie dürfte auch bunt sein, was mich ob des pnos'schen Originalitätsgedanken schier aus der Bahn warf, da ich dachte, eine Schuluniform in deren Augen müsste zwingend braun sein), ergäben sich völlig neue Probleme in Schülerkonflikten.

Problem:
"Hej. Du hesch e gruusigi Frisur!"
-> Lösung: Wir verordnen den strammen 3mm Schnitt glatt über die Rübe.

Problem:
"Dä verdammt Sträber isch besser aus ig im Diktat!"
-> Lösung: Wir beurteilen die Schüler neu nach Kenntnisgrad der Strophen der Schweizer Nationalhymne und der uniform geforderten Kenntnisse nach Buch: "Meine Schule"

Problem:
"Hesch dä gseh. Dä het es huere schregs Gsicht."
-> Lösung: Es darf nach Rücksprache mit dem lokalen Stützpunktleiter für Ästethik mit dem Baseballschläger gerade gerückt werden.

Problem:
"Huere siech, dä dänkt anders aus mir."
-> Lösung: So was gehört verboten. Wer nicht uniform denkt, wird ausgeschafft.

Fazit:
Es gibt Probleme in den Schulen und unter den Jugendlichen. Es gibt diese nicht erst seit gestern. Schuluniformen lösen sie nicht. Also müssen wir weiterhin effektiv und intensiv mit unserer Zukunft arbeiten, in die Schulen investieren und die Kinder und Jugendlichen nicht uniformieren, sondern sie gezielt und individuell bei Schwächen helfen und in ihren Stärken fördern.

Halleluja... wäre ich fast versucht zu sagen.

Tabubruch - Blocherabwahl


Die Zeitung "Sonntag", welche sich übrigens zu einem sehr guten sonntäglichen Medium entwickelt, verblüffte mich mit diesen Grafiken.

Da kann man einer Initiative zur Volkswahl des Bundesrates ja einigermassen gelassen entgegenblicken.
Erstens will es das Volk nicht und zweitens hätten sie nicht Blocher gewählt.
Die SVP, welche nun seit Donnerstagmorgen predigt, das Volk stünde auf deren Seite, muss sich langsam aber sicher die Fragen nach der Berechtigung dieses Anspruches stellen (lassen). Insbesondere erscheint mir immer öfters relevant, dass es zahlreiche Menschen - auch innerhalb der SVP - gibt, welchen der Blocherkult zu weit ging und gar missfiel. Doch die Abwahl Blochers offiziell zu fordern, dazu waren die Bürgerlichen (mit Ausnahme der CVP in den letzten beiden Minuten vor den Wahlen) nicht bereit. Offiziell darüber zu debattieren, ob Blochers Stil für eine Schweizer Demokratie tragbar sei, verkam zum Tabu. Obwohl ein öffentlicher Diskurs über Führung und Verantwortung im Schweizer Konkordanzsystem, wie Blocher es zu Gunsten seines alleinigen Führ(er)anspruches mit Füssen trat, dringend notwendig gewesen wäre.
Die Diskussionen wurden von der SVP abgewürgt. Innerhalb, wie ausserhalb der Partei. Damit gewann sie 29% bei den Nationalratswahlen. Die Quittung aber - die Abwahl Blochers - folgte und mag uns alle erstaunt haben. Die Führungsriege Mörgeli, Maurer, Brunner und auch Blocher müssen darob aber wohl aus allen Wolken gefallen sein.
Plötzlich war er doch existent. Plötzlich war ein Geheimplan zur Abwahl Blochers vorhanden. Und wer hatte am wenigsten damit gerechnet, dass das Wahlkampflügenmärchen Wahrheit werden könnte?
Die SVP.

Freitag, 14. Dezember 2007

Stadtratspräsidiumswahlen - Blochergefährdung

Vorhin bekam ich eine Email, in welcher ich auf die Stadtratspräsdiumswahlen von kommendem Montag angesprochen wurde:

"Isch di Wahl (am Mänti?) ou gfährdet oder längts?"

Das habe ich mir noch gar nie überlegt. Als Vizepräsident wäre es Usus, dass ich Präsident werde. Doch nach blocherschem Vorbild oder könnte man vielleicht von einer blochergefährdeten Position sprechen (obwohl sich hier gewiss das Verständnis dieses Ausdruckes - der sonst den Chefbeamten im EJPD galt - zu Ungunsten des Benannten wandelte)? Vielleicht ist dies dann die neue Art der Schweizer Politik. Stellt auf, wen ihr wollt, am liebsten nicht die, welche wir wollen, denn wir wählen sie trotzdem nicht.

Nur mal am Rande betont: Die SVP hat die SP Bundesräte /In auch nicht gewählt! Immerhin hat die SP zweien SVP-Bundesräten /In die Stimme erteilt. Wenn auch dies ein schwacher Trotz... ehh... Trost sei.

Blocher wurde gefragt, ob er nie Fehler machte? Er sagte, er habe bestimmt auch Fehler gemacht.....
Ich mache so viele Fehler. Immer wieder...
Da wird sich doch wohl in diesem Langenthal noch ein Schlumpf finden, der/die mich verdrängt...

Neumitglieder bei der SVP

Laut Teletext verzeichnete die SVP heute bereits einen Mitgliederzuwachs von 2'500 Personen. Uff... rein finanziell würde ich mir bei diesen Zahlen schon fast die SP in die Opposition wünschen.


Hmmm.... doch lieber nicht.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

und noch eine Blocherkarikatur


Die werden durch meine Mailbox gereicht, wie Panini-Bildi auf dem Pausenhof.
Wer hat nur Zeit, um all diese Grafiken zu erstellen?
Die Freude scheint gross.

Bundesratsmail von Kollegen


Aiaiai... was habe ich auch für Kollegen, die mir nun solche fiesen Bilder zusenden?
Übrigens... nicht alle sind aus der SP, welche mir nun diese oder ähnliche Veranschaulichungen zukommen lassen. Nur damit mir keine Vorurteile gegen die Linken aufkommen.

Blocher ist weg und doch nicht.

Nun ist es also vollbracht.
Frau Widmer-Schlumpf nahm die Wahl an und blieb in ihrer Haltung konsequent.
Die SVP schloss ihren Bundesrat und die neugewählte Bundesrätin aus. Ebenfalls konsequent. Auch wenn es jetzt rumort und eventuell eine Spaltung der SVP droht, muss man doch der Partei zugestehen, dass sie wohl nun das wahrmacht, was sie seit 12 Jahren - seit dem kometenhaften Auftstieg der Partei droht - nämlich Opposition.
Doch... tat sie dies nicht schon lange? War ein Unterschied politisch wahrnehmbar zwischen 1 SVP-Bundesrat oder einem halben oder zwei (inklusive Blocher)? Kann eine Partei in der schweizerischen Politlandschaft tatsächlich das System oppositionistisch lahmlegen?

Ich glaube nicht, dass sich etwas verändern wird. Vielleicht gibt's pro Legislatur 1 oder 2 Referenden mehr. Aber schlussendlich entscheidet das Volk, was es will oder nicht.

Was bringt es der Schweiz? Ich weiss es nicht. Klar bin ich nicht für Blocher. Er war eines Bundesrates nicht würdig. So geht man mit den politischen Gegnern nicht um. Wie Blocher die anderen Parlamentarier und Parteien verhöhnte, stiess manchen sauer auf. Diese Stimmen hat er durch sein Verhalten verloren. Das ist die Quittung - auch für die Schaffung eines märtyrerischen Bildes Blochers - während des Wahlkampfes. Doch es ist wohl ein weltweites Novum, dass die stärkste Partei eines Landes in die Opposition geht. Das Schweizer System ist speziell und die SVP legt ihr Recht immer speziell aus. Jetzt wurde das Recht mal zu Lasten und nicht zu Gunsten der Partei ausgelegt.

Ich werde weiterhin die Dinge beobachten und bin gespannt, wie es weitergeht. Ein Fazit ziehen kann ich noch nicht.

früh im Zeichen der Bundesratswahlen

Der heutige Tag begann wiederum früh. Alles im Zeichen der noch anstehenden Bundesrats(ab)wahlen. Weil sie mit ihnen demonstrieren geht, bedeutete dies auch für mich einen frühen Weckruf. Dafür reichte es mir bereits für das Studium zweier Zeitungen und den Genuss einer edlen Röstung.

Schon erstaunlich, wer sich jetzt alles für eine SVP-Frau einzusetzen beginnt. Der Bundesplatz wird wohl gerammelt voll sein. Pro-Widmer-Schlumpf. Pro-Blocher. Im Gegensatz zu den Demos vom 6. Oktober scheint sich die Polizei nun gemäss gestrigen SDA-Meldungen auch wirklich auf Ausschreitungen vorzubereiten. Man lernt...

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Blocher vs. Widmer-Schlumpf - Runde an Stress

Ich würde sagen, die heutige Runde ging eindeutig an Stress, Gimma, etc...

wie weiter im Bundesrat?

Frau Widmer-Schlumpf will bis Morgen um 8 Uhr Bedenkzeit. Das ist die beste Reaktion, welche sie im Moment machen konnte. Dies gibt auch mir in diesen Zeilen Bedenkzeit.

War es wirklich gut für die Politik in der Schweiz, Blocher abzuwählen?
Bestimmt hat er zahlreich Ungebührliches geleistet und die TV-Sendung über seinen Bruder hat dem Ganzen noch die Krone aufgesetzt. Und ob Blocher in der Regierung ist oder nicht, hat die SVP Politik der letzten Jahre auch nicht verändert. Das ewig leere Geschwätz mit Oppositionsandrohungen kann ich nicht mehr Ernst nehmen. Es wird sich nichts verändern. SVP in der (scheinbaren) Opposition oder nicht. Schlussendlich entscheidet immer noch das Volk in der Schweiz direkt, ob es etwas will oder nicht. Ausnahme ist die Bundesratswahl...

Doch was kommt nun? Verschiedene Szenarien sind denkbar.
Ich glaube, dass ein Mann, wie Blocher, nicht wieder antritt, wenn er mal abgewählt wurde, obwohl Ueli Maurer über die Medien auch noch heute Mittag verlauten liess, es gebe nur Blocher als Kandidaten. Auch als die FdP eine Alternativkandidatur forderte.
Wenn Frau Widmer-Schlumpf die Wahl annimmt und Herr Blocher sich pensioniert, dann haben wir gewonnen. Doch was ist, wenn Frau Widmer-Schlumpf ablehnt?
  • Dann könnte Blocher (sofern er antritt) gewählt werden und der Status quo wäre mit einem grossen Zeichen an die Politik der SVP durch das Parlament erreicht worden.

Was ist wenn Blocher auf eine neuerliche Kandidatur verzichtet und Widmer-Schlumpf nicht annimmt?

  • Dann könnte auch ein Politiker (wäre dann wohl ein Mann), welcher Blochers Zürcher SVP-Linie weiterführt, in den Bundesrat gewählt werden. Zum Beispiel ein Zürcher namens Ueli Maurer oder Schwander oder Fehr (dann rutscht Ulrich Schlüer wieder in den Nationalrat nach!) oder ein Berner namens Richard Gere äähhh nein.... Adrian Amstutz, welcher hochgehandelt wurde für eine Nachfolge von Sämi Schmid (dann rutscht Thomas Fuchs in den Nationalrat nach!!). Zusammen mit einem Blocher, der als Parteiikone der SVP auch künftig nebenher weiterknechtet, wäre das eindeutig eine Verschlimmerung der Situation der letzten Legislatur.

In der Geschichte der Schweizer Politik gibt es heute Nacht einzigartigerweise eine zweite "Nacht der langen Messer". Da kann noch viel geschehen. Die Dynamiken, die sich Morgen ergeben könnten, sind noch weniger abschätzbar, als sie dies am heutigen Tag waren.

Eines ist klar. Morgen um 08.00 Uhr sind die Klasse und ich wieder live per TV und Beamer dabei. Natürlich nur im Sinne eines umfassenden Staatskundeunterrichts...

ohne Scherz jetzt. Die Kids sind zu meinem eigenen Erstaunen sehr interessiert zu erfahren, wie es weitergeht. Die Bundesratssoap. Fortsetzung folgt...

Montag, 10. Dezember 2007

Rauchen in der Schule


Seit der bernische Grosse Rat entschieden hat, rauchende Lehrkräfte aus den Schulgebäuden zu verbannen, spielen sich an hiesigen Schulen eigenartige Dinge ab. Wo früher noch die Möglichkeit bestand in einem kleinen Nebenräumchen der Schule blauen Dunst fernab von Kinderaugen steigen zu lassen, sammelt sich nur noch Staub. Rauchende Lehrkräfte haben sich durch die Schulleitung einen Raucherpass ausstellen lassen und qualmen gesetzeswidrig hinter der Turnhalle gemeinsam mit den Neuntklässlern. Das neu beschworene Zusammenhörigkeitsgefühl wirkt sich auch sonst auf das Schulverhalten aus, indem die Schülerinnen und Schüler plötzlich auch in anderen Bereichen Gleichberechtigung verlangen. So zum Beispiel bilden sich beim Pausenkaffee neuerdings Schlangen von einigen Dutzend Metern vor der Kaffeemaschine im Lehrerzimmer oder Schülerinnen und Schüler wollen für gute Leistungen entlöhnt werden. Schliesslich werden die Lehrkräfte sogar für schlechte Leistungen bezahlt.
Lehrkräfte, welche sich nicht zusammen mit Schülerinnen und Schülern in eine dunkle Ecke um das Schulareal (ab)stellen wollen, ziehen sich in ihre privaten Autos zurück und nebeln sich im Blickfeld der Schülerinnen und Schüler ein, auf dass sie während der Lektionen ärger stinken, als eine Rauchwurst. Wenn man schon kein gutes Vorbild sein kann, so doch zumindest ein abschreckendes Beispiel.
Und man wird sich hier vielleicht nun die Frage stellen: Gibt es in den Schulen nicht grössere Probleme zu lösen, als rauchende Lehrerinnen und Lehrer?


Nur so. Ich bin (mit ganz wenigen Ausnahmen) nichtrauchender Lehrer. Angeregt wurde dieser Beitrag durch die folgenden Kommentare. Und vielleicht entscheidet sich der Grosse Rat im Frühling bei der zweiten Lesung des Volksschulgesetzes ja doch noch um…. es wäre zu hoffen.

Sonntag, 9. Dezember 2007

Tempo 30... gegen den Wind

Im Gegensatz zur Umfrage rechts in diesem Blog wurde uns heute ein reziprokes Ergebnis der echten Abstimmung präsentiert. 38% Stimmen für Tempo 30; 62% Stimmen gegen die Initiative. Ein vernichtendes Urteil. Natürlich kommt man als Befürworter leicht ins Fahrwasser:
"Hmmm... scheinbar haben's die Menschen nicht begriffen."
Doch dies wäre wohl ein zu einfacher Schluss...

Vielleicht hat man in Langenthal einfach ein sehr gutes Menschenbild und erachtet die Limitierung des Tempos in Wohnquartieren nicht für nötig, da man ja bereits gesittet fährt. Je besser nämlich das Menschenbild, desto höher gewichtet man die Eigenverantwortung und desto weniger will man generell einschränkende Gesetze - beziehungsweise desto weniger braucht es diese, da sie unnütz sind. Wobei wir hier schon bei Hobbes und Konsortien philospohieren...
was die Realität eventuell auch nicht zu hundert Prozent abbildet.

Fakt ist, fast zwei Drittel wollten's nicht - aus verschiedenen Gründen. Obwohl die Gegenseite per SVP-Präsident scheinbar nach der Abstimmung verlauten liess, dass man nicht grundsätzlich gegen Tempo30 sei, aber man es nur dort wolle, wo es Sinn mache.

Wie geht's denn jetzt weiter? Die Tempo 30 Initiative hätte eine umfassende städtische Analyse gebracht, wo Tempo 30 richtig und wichtig gewesen wäre. Wie erfährt man jetzt, wo es Sinn macht - werte Gegenseite? Nach Bauchgefühl? Nach Steuerstatistik? Nach Aufschreien der Bevölkerung? Es sind wohl zu einfache Antworten.

Die Gegenseite sagte, dass man nicht mit dem Giesskannenprinzip einschenken wolle, doch nun scheint es wieder auf ein punktuelles prostatisches Tröpfchensystem hinauszulaufen, bei dem alles Jahre dauert... wie fast überall in der Politik.

Meiner Meinung nach ist das ziemlich gegen den Wind gepisst und lässt uns alle klitschnass dastehen, falls mal was passiert.

(Bilder 1 - 4: Reto M. (Narziss) schreibt Blog. Bild 5: Presseansturm (BZ, MZ, Radio32) im Chrämi beim Pro-Tempo30Komitee. Bild 6: Pressekonferenz im Chrämi)


Samstag, 8. Dezember 2007

Lenz - Kummerbuben - ich

Gestern Freitag dachte ich:
"Holen wir dem Lenz noch etwas Tinto rosso, wenn er schon in unserer Schule eine Lesung macht."
In einer bekannten Weinhandlung Langenthals:
"Salut Reto. Brauchst du eine Flasche Wein für Pedro Lenz? Ich hab in deinem Blog gelesen, dass er kommt. Kenne ihn von früher, waren zusammen in Lagern...."
-
*Schluck.* "Ja."

Und wiederum dachte ich mir. Erstaunlich, wer sich alles hier verirrt. Ich fühle mich stets geehrt und erschrecke mich doch auch immer daran.

Auf alle Fälle. Lenz war hervorragend. Wäre er nicht Maurer und Schriftsteller geworden, er hätte auch ein hervorragender Pädagoge sein können. Aber in der Kultur bringt er uns allen noch viel mehr. Ich kann ihn Schulen sehr empfehlen und auch sonst. Geht mal an eine Lesung.

Der Kultur nicht genug ging ich des Abends ins Chrämerhuus. Die Kummerbuben mit "Liebi & anderi Verbräche" waren angesagt. Er schwärmte mir schon seit Wochen meine Mailbox voll und wir wurden auch nicht enttäuscht. Eine Stimme wie nach der fünften Kehlkopfoperation, auf den Spuren Bonnie Tylers wandelnd. Tieftriefende, schwere, melancholische Melodien. Denkanregende Texte. Professionelle Musiker.

Es entstand richtiger Kummer ob der schönen Musik.
Diesen spülten wir gekonnt mit Bier hinweg...

Freitag, 7. Dezember 2007

Evi bringt's. Road Pricing.


Evi Allemann hat mit ihren Vorstössen und Aktionen (u.a. Besuche in London, etc.) das bundesrätliche Eis gebrochen und es werden Testversuche für Road Pricing möglich.

Und was mich zusätzlich freut: Im Testversuch erhalten die Städte die Gebühren, welche sie erheben. Was schlicht bedeutet, dass wohl einige Städte (auch aus finanziellen Gründen) sich auf einen Versuch einlassen werden.


Sehr gut ist's. Ökologisch ein Schritt in die richtige Richtung. Bringt definitiv mehr als an einem Abend 5 Minuten das Licht zu löschen....


... was nicht heisst, dass ihr es nicht trotzdem tun solltet.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Morgen kommt der Lenz (Pedro) in die Schule


Ich freu mich wie ein kleines Kind....

Leserbrief zu spät abgegeben.... Tempo 30 oder noch langsamer

Ärgerlich. Ich habe es etwas versifft meinen Leserbrief zu Tempo 30 rechtzeitig zu erstellen und abzugeben. Wohl noch langsamer als Tempo 30. Gestern klemmte ich mich dann endlich dahinter und musste nun von Folgendem Kenntnis nehmen:
Guten Tag Herr Müller

Besten Dank für Ihren Leserbrief zur Tempo-30-Diskussion. Leider können wir den Brief wegen des nahen Abstimmungstermins nicht mehr veröffentlichen. Wir haben intern die Regelung, dass wir Leserbriefe zu Abstimmungsthemen nur bis am Mittwoch vor dem Urnentermin publizieren.
Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüssen und besten Wünschen für den Abstimmungssonntag

Ich Tropenhirn.... könnte mir in den Allerwertesten beissen. Wieder was gelernt. Hoffentlich lesen hier noch die Blogkundinnen und -kunden aus Langenthal meine Zeilen und lassen sich von einem sittlichen Ja überzeugen.

Tempo 30 in Langenthal

Um Menschen zu schützen, muss die Allgemeinheit manchmal auf Freiheiten verzichten. Darauf basiert der Staat und gründen unsere Gesetze. Darum geht es in der Vorlage Tempo 30. Die gut verkraftbare Einschränkung des Tempos auf 30 Stundenkilometer in den dafür geeigneten Wohnquartieren Langenthals führt zu einem Schutz der Allgemeinheit besonders von Kindern und älteren Menschen. Die dadurch gewonnene Sicherheit rechtfertigt sowohl die Kosten der Planung und Realisierung, wie auch den geringen Zeitverlust, wenn man zum Wohle der Allgemeinheit langsamer fährt. Die viel zitierte Eigenverantwortlichkeit funktioniert im Strassenverkehr nicht. Tagtäglich ist dies belegbar. In Langenthal erhalten wir mit Annahme der Vorlage endlich eine umfassende Verkehrsplanung in allen Quartieren und somit eine Grundlage in welchen Wohnquartieren Tempo 30 sinnvoll und wirksam ein- und umgesetzt werden kann. Nach Erstellung der Planung mit den wichtigsten Tempo 30-Quartieren, werden die BewohnerInnen der betreffenden Strassen befragt und erst je nach Resultat dieser Mitwirkung entsprechende Massnahmen umgesetzt.
Die Vorlage ist der richtige Weg, um Tempo 30 endlich auch in Langenthal dort einzuführen, wo es effektiv Sinn macht und vom Gesetz her vorgesehen ist. Die Frage bleibt, was Sie höher gewichten wollen? Den Schutz der Allgemeinheit oder die Freiheit des Einzelnen. Ich werde mit Überzeugung für alle Langenthalerinnen und Langenthaler Ja stimmen.

Reto Müller
Stadtrat SP, Kommission für öffentliche Sicherheit

Samichlaus in der Schule


Der Samichlaus musste heute Morgen in den Coop Pronto-Shop rennen, damit er die Schülerinnen und Schüler beschenken konnte.

Tankstellen und Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten sei Dank...

(hoffentlich hat's hier keine gewerkschaftlichen Leser).

Mittwoch, 5. Dezember 2007

SVP Abweichler Kontrolle


Dies noch als Nachtrag hierzu.
Ich habe aus dem bernischen Grossen Rat vor einer Woche Flüstern gehört, man habe die Neuen, sowie potenziellen AbweichlerInnen der SVP bei der Sitzordnung im Nationalrat neben die Hardliner gesetzt. Und ich habe mal die eher als gemässigt eingestuften Charaktere grün eingefärbt. Ich werde den Eindruck nicht los, dass das Geflüster stimmt.
Nach der heutigen Meldung wäre das gut denkbar....

SVP schliesst Mitglieder aus Kommissionen aus.


Ja, wo gibt's denn sowas? Das ist ja richtig schlimm. Wer nicht tut, wie befohlen, der wird öffentlich gemassregelt. Ich find's extrem krass. Wie steht es denn mit dem WählerInnenauftrag den Gadient und Hassler erhalten haben?

Maori Haka

Schade einfach, dass die Neuseeländer so schlecht Fussball spielen. Ich hätte dies gerne öfters mal gesehen und nicht nur an einer Rugby-WM. Beeindruckend. Aber vielleicht zelebrieren die Holländer in Bern etwas ähnliches... wir werden sehen.



Hier noch mit französischer Übersetzung:

Interessant.

Dienstag, 4. Dezember 2007

Zeitungskommentar Tempo 30


Merci Ruedi. Ein Kommentar ganz nach meinem Geschmack. 100% meine Meinung. Danke.

ab Morgen gibt's News

Die Kästen stehen komplett. Die letzte Umsonst-Zeitung wird ab morgen Mittwoch lanciert. Ich bin gepannt. Für mich kommen solche Ereignisse Weihnachtsgeschenken gleich. Obwohl man schon weiss wie die Verpackung aussehen wird, da die Nullnummer seit September abrufbar ist.
Schliesslich gibt es ja dann auch noch sehr viel Inhalt zu erkunden. Ich frage mich aber auch schon, welche Zeitung im kannibalistischen Verdrängungskampf als erste die Segel (und Stellen) streicht. Beziehungsweise wie lange der Phonak-Rhis(e) sich eine Zeitung leistet, welche laut vorletzter Sonntagszeitung durchschnittlich nur 3 Bezahlinserateseiten pro Ausgabe verzeichnet. Ich vermute früher oder später kommt dort der Schlusspunkt.

Montag, 3. Dezember 2007

Outsourcing von Printmedien

Heute kam das Telefon von einem Langenthaler Printmedium:
"Sie hatten doch letzten Freitag Parteiversammlung. Ich habe vorhin mit Ihrer Parteipräsidentin telefoniert. Sie hat mir gesagt, Sie würden uns einen Bericht schreiben..."

Hiermit wird wohl die Geltungssucht vieler Politos ausgenutzt....
Also habe ich geschrieben über die Mittagspause, da mein Tag heute so was von voll ist und musste feststellen, es gibt wohl nichts Mühsameres, als über eine langweilige Parteiversammlung zu schreiben...

Einstimmiges Ja zu Tempo 30
SP Langenthal fasst Ja-Parolen für die Abstimmungsvorlagen
Die SP Langenthal hat für die Abstimmung vom 9. Dezember mit den Vorlagen «Tempo 30», «Renovation Schulgebäude Talstrasse 28» sowie «Budget 2008» jeweils die Ja-Parole gefasst.

Nadine Masshardt führte in die Vorlage „Tempo 30“ ein. Ziel sei es, eine Chancengleichheit in Langenthal zum Schutze der schwächeren Verkehrsteilnehmer herbeizuführen. Heute gebe es Quartiere mit Tempo 30 und solche ohne. Unwahr sei, dass nach Annahme der Initiative flächendeckend Tempo 30 eingeführt werde. „Die Massnahme kommt nur dort, wo sie von der Verkehrsplanung und vom Bundesgesetz als richtig und wichtig erachtet wird. Die Stadt erhält mit Annahme der Vorlage aber endlich eine umfassende Planung und Handhabe, wo Tempo 30 Zonen realisiert werden sollen.“ Weitere Mitglieder der Partei sprachen sich in voller Überzeugung für eine Wohnstadt Langenthal aus, in welcher nebst Freiheit auch der Schutz Schwächerer garantiert ist. Die Versammlung beschloss einstimmig die Ja-Parole zu „Tempo 30“.
Ebenfalls einstimmig Ja sagt sie zur Renovation des Schulgebäudes an der Talstrasse 28. Parteipräsidentin Nathalie Scheibli sagte, dass die Volksschule und Kindergärten die Räume benötigten und betonte, dass es als Energiestadt Langenthal wichtig sei, den Minergie-Standard in Bauten, wo eine diesbezügliche Erneuerung Sinn mache, künftig stets anzuwenden.
Ebenfalls ein einstimmiges Ja gab es bei der Parolenfassung zum Budget 2008. Reto Müller sah zwar keinen Anlass trotz der vorhandenen Gelder der Stadt gleich in Lobgesänge ob des Budgets zu verfallen. „Der vom Gemeinderat gewählte Ansatz mit höheren Investitionen zu Lasten einer ausgeglichenen Rechung und einem moderat gesenkten Steuersatz entsprechen den von der SP Langenthal geforderten Finanzleitlinien am runden Tisch.“

Abschliessend genossen die Parteimitglieder das Raclette zum Jahresabschluss der Parteitätigkeit in der WBM Madiswil und liessen die Sitzung in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Schnarch....

Tempo 30 für Langenthal

Sein Beitrag für eine Art Selbstschutz in Raserquartieren, falls Tempo 30 am nächsten Sonntag abgelehnt wird.


Interessant würde ich sagen. Aber stimmt doch lieber Ja am nächsten Wochenende.

Sonntag, 2. Dezember 2007

Praktika gesucht

Ich kenne da wen... sie sucht schon seit längerer Zeit nach einer Praktikumsstelle. Am liebsten im soz.-päd. Bereich. Aber irgendwie will es nicht so recht klappen, obwohl die Anstrengungen und Mühen recht gross sind. Es mangelt einfach auch an Stellen. Gibt es unter euch Bloggenden Menschen mit Tipps, wie und wo man zu solchen Angeboten findet? Wäre genial, wenn ihr mir das kommentieren oder mailen könntet.

Ich denke, es müsste nicht zwingend im soz.-päd. Bereich sein. Jeder Einblick in eine andere Welt bringt auch neue Horizonte und Optionen mit sich. Beginnen könnte sie bereits ab Januar und dies bis zu 6 Monate lang.

Beschaffungsstress

Zur Zeit bricht bei mir wie jedes Jahr der weihnächtliche Beschaffungsstress aus.
Wem schenke ich was?
Warum schenke ich dem/der überhaupt was?
Was, wenn ich ihr/ihm nichts schenke und sie/er schenkt mir was?

Immerhin haben wir uns innerhalb der Familie gemeinsame Ferien in Laax geschenkt. Somit fällt in diesem Jahr eine recht grosse Gruppe aus. In Zürich manifestiert sich die Konsumschlacht bereits im und vor dem Bahnhof.
Ich finde solche weihnächtlichen, kommerziellen Ansammlungen immer sehr abstossend. Aber es hatte im Bahnhof so viele Menschen, wie sonst praktisch nirgendwo. Die Stände waren vielbeachtet.
Nichtbeachtet wurde der bärtige Mann im Rollstuhl bei 7 Grad Kälte mit wenig Kleidung, welcher wirre Worte in die Tramstation hinausschrie. Hätte man ihn beachten sollen? Wir sind die Menschen der Glitzerwelt... das ist Weihnachten für uns. Mein Tram fuhr weg und mit ihm die Gedanken an die Bedeutung von Weihnachten. Kurze Zeit später fragte ich mich wieder, was ich schenken sollte...

unterwegs... und zurück

Tut mir leid. Meine Schreibhemmnisse waren nicht psychologisch bedingt, sondern terminlich. Ich war so etwas von viel unterwegs in letzter Zeit... es gäbe tonnenweise Dinge und Geschichten, die ich euch zu erzählen hätte, doch die Flut würde euch wohl gleich aus dem Blog spülen. Deshalb werde ich sachte beginnen... Stück für Stück. Mein Didaktik-Lehrer meinte im Seminar jeweils: "Mut zur Lücke."
Schade einfach, dass bei einigen Lehrern die Lücke massiv grösser ist, als der Mut.

Begegnungen bei der Tramstation am Bahnhof Zürich: