Sonntag, 18. November 2007

Sozialist trifft Kapitalismus

Seit gestern fahre ich Porsche. Boxster. Interessant wie solch ein Gefährt auf einen Sozialisten wirkt. Auf der Autobahn wünscht man sich plötzlich mehr Freiheit. Bei der Arbeit ein höheres Gehalt, um sich auch so ein Spielzeug zu kaufen. Mit Zunahme des Drucks auf das Gaspedals und der G-Kräfte auf den Körper weichen sittliche Gedanken somit einem bürgerlichen Klassendenken.

Erschreckend. Zum Glück darf ich ihn in 3 Wochen wieder abgeben und wieder meinen geliebten gelben Toyrosta fahren, welcher mich auch äusserlich weiterhin zu einem guten Sozialdemokraten macht......

Ich frage mich aber insgeheim schon, ab wann man einen 3 Liter Öko-Hybrid-Porsche erwerben kann....

Interessant waren übrigens auch die Reaktionen der Politkollegen. Von glucksendem Staunen bis zu netten Sprüchen, wie: "Ach kuck. Ein kleiner Sozi-Porsche."
Passt ja wie eine Faust auf's Auge eines jeden Cüpli-Sozialisten.

Apropos:
Den Autobahnzubringer will ich trotzdem nicht und der Porsche fährt auch problemlos Tempo 30 in den Wohnzonen. Keine Sorge. Trotz Porsche bin ich kein Opportunist geworden.

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