Samstag, 4. Juli 2009

VVP - Voll viel Presse


Es ist immer noch eigenartig, wenn man des morgens zum Briefkasten geht, zwar wissend, dass man in der Zeitung ist, doch gleichsam überrascht und komisch den Tatsachen (sich selbst) bereits auf der Titelseite ins Auge blickt. Ui...

Morgen Sonntag bin ich 100 Tage SP Präsident Langenthals. Hätte die Redaktion nicht angerufen, ich hätte es gar nicht gemerkt. Wie dem auch sei, nahm ich die Gelegenheit zu einem guten Gespräch und einer Positionierung der Partei gerne wahr.

Ebenfalls eine nette Überraschung war es, dass mir auf der ersten Seite des 3. Bundes in einer Vorankündigung eine meiner Schülerinnen entgegenblickte.

Eher lustig fand ich, dass die Journalistin, welche vom Abschlussabend berichtete, meinen Namen nicht richtig mitbekam. Sie fragte mich in der Pause nach einigen Dingen und ob allem Lärm verstand sie Peter, als sie mich nach dem Vornamen fragte. Ich fand's heute noch gut, sonst wäre es ja fast in eine reine Reto M. Show ausgeartet. Peter Müller ist auf alle Fälle mächtig stolz auf seine Schülerinnen und Schüler, welche nun leider ehemalige Schülerinnen und Schüler sind.
Ich hoffe, die Texte, welche interessieren seien lesbar, wenn man draufklickt. Sonst bringt das hier nichts und ich müsste sie später in anderer Form noch nachliefern. Nun... im Moment hoffe ich noch...

Donnerstag, 2. Juli 2009

Ein Minarett in Langenthal

Es kann gebaut werden. Die Baubewilligung wurde erteilt. Jetzt stellt sich noch die Frage, ob es denn gebaut wird.

Nach den zahlreichen Protesten und Meinungen zum Kunstminarett letztes Jahr auf dem Choufhüsi, wird wohl auch diese Mitteilung des Gemeinderates, so kurz und knapp sie auch ausfiel, nicht ganz ohne Aufhebens und weitere Diskussionen bleiben.

Nach Zürich, Genf, Wangen bei Olten, .... , (gibt's noch mehr?) wäre Langenthal auf alle Fälle hier mal vorne mit dabei.

O-Ton der gemeinderätlichen Pressemitteilung:
Minarett in Langenthal
Erteilung der Baubewilligung

Mit Datum vom 30. Juni 2009 wurde die Baubewilligung für das Baugesuch der Islamischen Glaubensgemeinschaft Langenthal (IGGL) Xhamia e Langenthalit für den Umbau des bestehenden Vereins- und Gebetsraumes mit Fassadensanierung und dem Erstellen eines Minaretts und einer Dachkuppe an der Bützbergstrasse 101a in Langenthal erteilt.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Flower Power Bus

Ich durchbreche heute mal den Grundsatz, dass ich nicht über die Schule blogge:
Meine Schülerinnen haben mir sozusagen zum Abschied den Bus bemalt. Sie wollten eigentlich den ganzen Bus, dann eine ganze Seite und schliesslich einigten wir uns auf die Heckklappe.

Sieht aber wirklich gut aus. Mir gefällt's. Danke vielmals. Ich werde immer an euch denken, wenn ich in die Ferien fahre. ;-)


P.s.: Wenn ihr bereits im Aufschrei begriffen seid, dass hier einer von der SP manchmal so ein ü10l/100km-Auto fährt. Ich brauch' den selten. Ich hab' noch 'nen anderen.

P.s. Wenn der Grundsatz schon für einmal durchbrochen ist, so wage ich auch die Platzierung des Hinweises, dass "meine" Kids morgen Abend ab 20 Uhr hier in der Schule ein wirklich gewagtes, aber sehr gutes Theater (dieses Mal ü10) vorführen. Falls Interesse erteile ich Auskünfte via Email oder per Tel, gell.

Dienstag, 30. Juni 2009

Stadtratssitzung Teilbericht 2

Ich überlege mir gerade, in wie viele Teilberichte sich die gestrige laaaaaange Sitzung unterteilen liesse. In viele. Das auf alle Fälle. Ich konzentriere mich nun halt auf mich. Das darf ich in meinem Blog wohl auch...

Erinnerst du dich an den Aufschrei, der durch's ganze Land ging, als es hiess, die Strompreise würden massiv erhöht?
Dieser Aufschrei setzte sich auch im Langenthaler Parlament fort und führte zu Vorstössen der SVP, der FdP und der SP. Allesamt scheinbar mit demselben Ziel, den Strompreis nicht exorbitant explodieren zu lassen. Aus Sicht letzteren Vorstosses - meinem - hätte dies damit beeinflusst werden können, dass der Gemeinderat abschliessend über die Höhe der Gebühren seiner Industriellen Betriebe - einer öffentlich rechtlichen Anstalt - bestimmen könnte. Dies wurde gestern deutlich abgelehnt. Ausser die SP und die Grünen war niemand dafür - obwohl alle sich dahingehend äusserten, dass es im heutigen Regime erhebliche Mängel gäbe, zum Beispiel in der Aufsicht über die Gebühren, was ich als sträflich, wenn nicht gar strafbar erachte, und welche dringend behoben werden müssten, befand die grosse Mehrheit in diversesten und teilweise kontroversen Begründungen Gründe für die Ablehnung meines Ansinnens. Nun könnte man vermuten, dass ich Revolutionäres verlangt hätte.
Wortlaut war aber der Folgende:
Motion betreffend Übertragung der Kompetenzen an den Gemeinderat zur Preisfestlegung der Gebühren für Wasser, Elektrizität, Erdgas und Kommunikationssignale Das Organisations- und Gebührenreglement der Industriellen Betriebe Langenthal (IBL) vom 18. September 2006 ist dahingehend zu ändern, dass der Gemeinderat abschliessend die Preise der Gebühren für Wasser, Elektrizität, Erdgas und Kommunikationssignale festlegt.

Begründung:
Das bisherige mit den IBL vereinbarte Regime führte in der Praxis dazu, dass der Gemeinderat politisch auf die Preisgestaltung der Gebühren in der Hoheit der IBL praktisch keinen Einfluss nehmen konnte, wenn diese den „Grundsätzen der Gebührenbemessung“ entsprach. Meiner Ansicht nach, genügt diese Regelung in der heutigen Zeit nicht mehr, sollte der Gemeinderat doch in wirtschaftlich schwierigen Phasen oder durch andere Umstände zumindest die Möglichkeit haben, sich in Rücksprache mit dem Verwaltungsrat der IBL von Artikel 34, Lemma 2 des Organisations- und Gebührenreglements der IBL zu lösen und eine flexiblere Preisgestaltung für Langenthal vorzunehmen:

2 Die Gebühren und Preise für die Versorgung mit Elektrizität, Erdgas und Kommunikationssignalen und für die weitern erbrachten Leistungen (Art. 32 ff) sind so zu bemessen, dass die gesamten Einnahmen aus den einzelnen Bereichen die jeweils darauf entfallenden Aufwendungen mit Einschluss der Abschreibungen, der Sicherstellung, der Werterhaltung der Anlagen und einer angemessenen Verzinsung des Fremd- und Eigenkapitals decken und überdies - unter Beachtung der gegenüber der Stadt Langenthal bestehenden Abgeltungspflichten (Art. 13) - ein angemessener Gewinn erwirtschaftet wird.

Konkret stellt sich hier die Frage, ob nicht – nach politischer Würdigung – auch ins Auge gefasst werden könnte, dass die Erhebung der Gebühren für ein oder mehrere Jahre einschliesslich aller Abgeltungs- und anderer Massnahmen nicht auch selbsttragend oder nach finanziellen Möglichkeiten der IBL kurzfristig defizitär ausgestaltet werden könnten, um die Standortattraktivität Langenthals, da insbesondere der Strom sich zur Zeit massiv verteuert, zu erhalten.
Insbesondere sind für eine Bemessung der künftigen Gebührenhöhe hinsichtlich einer politischen Einflussnahme folgende Artikel auch ins Auge zu fassen.
Artikel 27, Lemma 2:

Diese ist zu erteilen, wenn die Tarife den in diesem Reglement festgelegten Grundsätzen über die Gebührenbemessung entsprechen.

Der Gemeinderat soll pro Jahr über die Höhe der Preise inkl. der Konsequenzen für seine öffentlich rechtliche Anstalt IBL bestimmen können. Der Verwaltungsrat hat hierfür mit dem Gemeinderat Verhandlungen aufzunehmen, welche die Zukunft der IBL als öffentlich rechtliche Anstalt Langenthals sichert.

Reto Müller, Langenthal und Mitunterzeichnende
Wir (SP & Grüne) wollten damit erreichen, dass der Gemeinderat - respektive die Stadt - nicht nur für die IBL haftet und schlussendlich für Gewinn, Verlust, Erfolg und Misserfolg auch abschliessend verantwortlich ist, sondern in seiner öffentlich rechtlichen Anstalt auch das Sagen hinsichtlich der Tarifpolitik hätte. Heute bekommt er offenbar vom Verwaltungsrat nur ein Schreiben, dass die Gebühren den Grundsätzen des Reglementes entsprächen und nickt diese ab. Das wäre mir massiv zu wenig Einfluss. Eine Umfrage, welche ich bei anderen Industriellen Betrieben im Kanton Bern durchführte, zeigte, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin. Gänzlich alleine stehen wir zudem mit der im Reglement festgeschriebenen Forderung, dass nach Abzug aller Kosten, Aufwendungen und Abschreibungen immer ein Gewinn erzielt werden müsse. Ein Gewinn auf Kosten aller Gebührenzahlenden versteht sich. Macht denn ein Gewinn jedes Jahr und unter jedem Umstand für eine öffentlich rechtliche Anstalt, welche Arbeiten und Produkte im hoheitlichen Umfeld tätigt, aber wirklich Sinn?

Nun. Der Stadtrat hat gestern einen aus meiner Sicht mutlosen Entscheid gefällt. Alle sagten, man müsste etwas tun. Doch niemand ausser der SP und den Grünen wollten etwas tun. 21 Nein. 11 Ja. 3 Enthaltungen. Hierbei bewahrheitete sich einmal mehr unser neues Logo (so viel zur aktuellen Berechtigung).

Heute spricht in Langenthal jede Partei (auch wir) von Steuersenkungen. Von Gebührensenkungen sprechen auch alle, aber nur wir waren gestern bereit, effektiv etwas Konkretes in die Wege zu leiten.

Schade. Aber wir (bleibt wohl an mir hängen) bleiben dran.

Stadtratssitzung Teilbericht 1

Also. Ich bin unterlegen und zwar massiv. Mit 11 Ja zu 21 Nein und etwa 3 Enthaltungen stimmte der Gemeinderat gegen ein neues Regime in der Tarifgestaltung bei den Industriellen Betrieben Langenthals. Mehr dazu dann im Teilbericht 2. Hoffentlich Morgen. Gut. Da geht die Welt auch nicht unter. Deshalb. Item.

Warum ich nun blogge hat vor allem ja nur mit Rita, welche unbedingt noch einen Blogeintrag wünschte, zu tun und dem Wunsch nach der Sitzung - da es im Sitzungslokal ja nichts mehr gab - noch 1 Bier zu trinken und den komischen Rubbelkarten der ortsansässigen Brauerei und netten Kollegen, welche einem dann noch eins und noch eins und so ergab das eine das andere und diesen Blogeintragt...... und item 2..... morgen - respektive jetzt ist ein neuer Tag. Gute Nacht.

Sonntag, 28. Juni 2009

Das neue SP Logo


Jetzt wird alles besser.
Wir sagen einfach Ja.

Nun die SP Schweiz begründet den Logoentscheid natürlich schon etwas umfassender, nach dem Warum und Wieso (Video). Wir (kleine und mittlere Sektionen) müssen nun einfach schauen, wie wir das überall einpflegen wollen/werden und hoffen, dass die Richt(ig)linien des Grafikers nicht allzu streng ausgelegt sind. Es würde ihn eh nur enttäuschen.

Der Anfang von allem?

Mittwoch, 24. Juni 2009

Twitter Zeitalter

In besagter Timeline und Namics motiviert, machen wohl auch solche Blogeinträge mangels Zeit und Energie Sinn:
"Schnarch. Kaputt. Theater. Schule. Kostüme. Kulisse. Bus. Stress. Fertig. Vorerst. Kein Ende. Trotzdem. Schnarch."

Dienstag, 23. Juni 2009

Web 2.0 über alles in Parteikampagnen?

Heute dachte ich, dass ich über meinen riesig grossen ideologischen Schatten springe und mir erlaube, über eine andere Partei zu bloggen, welche mutig Elemente des Web 2.0 in ihre Kampagne einbaute. Da ich nicht genau weiss, wie es mit dem Urheberrecht steht, verweise ich bloss auf den Link:

http://wahlen.fdp-stadtluzern.ch/FDP.html


Vlogs. Wow.
Nummer 9 ist mein absoluter Favorit. Den würde ich auf alle Fälle wählen. Nummer 14 helikoptert mir argumentativ auch nicht schlecht.

Nun mal ernst:
Web 2.0 im Campaigning ist gut und recht, aber das ist so was von in die Hose gegangen. Unprofessionell gemacht. Vollkommen gestammelt, gestottert und gestaggelt. Absolut schlimm.
Ich mahnte heute meine Kollegen, mich vorher kalt zu stellen, falls ich mal mit solchen Ideen ankommen sollte. Zuerst fragte ich mich echt, ob es eine Folge einer bekannten Satire-Sendung sei oder eine Anti-Campaigning-Seite der Gegnerschaft. Das ist keine Campaign mehr, das ist bloss noch Pain.

P.s.: Der Spenderin danke ich für den Linktipp. Wir lachten uns im Büro krumm.

Montag, 22. Juni 2009

Der Welcome Back Aktenberg

Wer möchte tauschen? Gut, ist ja alles freiwillig...

Sonntag, 21. Juni 2009

Im zivilen Leben

Wieder da. Zurück im zivilen Leben. Für immer.

Heute musste ich nur noch rasch auf dem KP vorbeischauen und mich abmelden. Jetzt habe ich so eine Art Urlaub, bis zum Tag, an welchem der Kompanieabend stattfinden wird, den ich dann noch als allerletzten Militärtag besuche.

Etwas eigenartig war's schon, als ich sie heute auf den Zug begleitete. Gut, die Blicke bin ich mir inzwischen gewohnt, welche sie zwischen all den Einrückenden an einem Sonntagabend in der ganzen Schweiz und allen Bahnhöfen auf sich zieht. Heute bestieg sie den Zug schlussendlich alleine. Ich fand das immer recht lustig und auch cool, wenn wir gemeinsam im WK oder in den WK unterwegs waren, obwohl wir in Dienstkleidung - insbesondere in alle Öffentlichkeit - nie wirklich offensichtlich machten, dass wir zusammen sind. Ich weiss, dass diese Gefühle und Handhabungspraxis auf Gegenseitigkeit basieren. Ich bin echt stolz darauf, wie sie das alles schafft und was sie bis jetzt erreicht hat, in einer Umgebung, welche eher feindlich auf Weibliches und Linkes reagiert. Jetzt bleib ich halt Zuhause und sie geht ins Militär. Ich werde sie - obwohl ich vieles, sehr vieles in der Armee anzweifle - immer unterstützen- auch dort.

Zum Schluss darum noch etwas aus dem Nähkästchen:
Vor drei Jahren, als wir den ersten WK leisteten und die Kunde unserer privaten Bande noch nicht weite Kreise zog, da wir die Beziehung im Dienst - wie bereits gesagt - nicht offensiv leben (so viel zum Knutschen Chnübli), sprach mich ein damaliger Fahrer mal an:
Er: "Hej. Da dieser neue Leutnant, da die Frau, das ist noch eine heisse Katze. Was sagt wohl deren Freund dazu?"
Ich: "Kein Problem, ich bin ja dabei."
Er: "Hehehehe... ja ist schon gut."
Zwei Tage später kam er wiederum zu mir, aber ungleich bleicher.
Er: "Du hättest mir auch sagen können, dass das deine Freundin ist."
Ich: "Sagte ich ja."

Über diese Situation lache ich mich heute noch krumm. Das war wirklich witzig.

Nun bin ich halt nicht mehr dabei. Aber ausser der Tatsache, dass wir nun halt eine Woche getrennt sind, ist das für mich immer noch kein Problem. Und der Blog wird wieder um einiges politischer werden, was ihm auch nicht schaden wird.

Wann kann ich meinen Grümpel eigentlich abgeben?